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Infoticker 2018 - aktuelle Informationen zum Sammelgebiet DM-Aktien

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Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen ohne jegliche Gewähr. Bei verändertem Informationsstand werden ggf. Korrekturen vorgenommen. Für konstruktive Hinweise (bitte per Email oder Telefon) bedanke ich mich.

Die Chronologie geht von unten nach oben. Der erste Eintrag des Jahres steht ganz unten, der jeweils neueste ganz oben.

 

> Hier geht es weiter im DM-Ticker 2019

 

Colonia Versicherung Aktiengesellschaft, Köln
Unter diesem Firmennamen kennen wir im Sammlermarkt die Jahrgänge 1972 (50), 1973 (50, 100, 1000), 1975 (1000) und 1978 (1000) - alles Namens-Stammaktien. Danach gab es aus dem Jahr 1986 noch Inhaber-Vorzugsaktien 50, 100 und 1000 DM. Vielleicht gibt es auch größere Globalurkunden, den Weg in den Sammlermarkt haben solche Stücke bislang aber nicht gefunden.
1991 erfolgte dann die Umbenennung in Colonia Konzern Aktiengesellschaft und der Druck neuer Aktien.
Der Druck stammt von Oldenbourg, die Stücke sind in der Regel durch rückseitigen Stempel entwertet. Zumindest von der 1973-er Emission gibt es aber auch unentwertete Stücke wie z.B. hier die  > 100 DM oder  > 1000 DM. Besonders interessant für Sammler unentwerteter Papiere.

 

 

Aktien-Gesellschaft Reederei Norden Frisia, Norderney
Die Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia ist seit 1871 - also seit bald 150 Jahren - ein zuverlässiger Partner im Schiffsliniendienst zu den ostfriesischen Nordseeinseln Norderney und Juist sowie im Seebäderverkehr. Die Gründung erfolgte als Dampfschiffs-Rhederei "NORDEN". 1917 schlossen sich die Reedereien "Norden" und "Frisia" zusammen. 1928 entstand das erste 2-Schrauben Fahrgastschiff mit Motorantrieb.
Der Autofährenverkehr Norddeich-Norderney begann 1962. Der Flugdienst FLN-Frisia ergänzt seit 1969 die Inselverbindungen.
DM-Aktien der Gesellschaft gibt es aus den Jahren 1951, 1965, 1969, 1971, 1979, 1982. Bekannte Nennwerte sind 100 und 500 DM, ab 1969 kommt der NW 50 DM dazu. Daraus resultieren mind. 13 verschiedene Kombinationen an Jahrgängen und Nennwerten die der Markt derzeit kennt. Ob es weitere, oder größere Werte in Form von Globalurkunden gab oder gibt ist mir nicht bekannt.
Der Druck stammt von Giesecke & Devrient, das Druckbild blieb über die Jahre unverändert, nur das Papier und dadurch auch die Farben unterscheiden sich leicht. Hier ein > Bildbeispiel.

 

 

Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten, Essen
Heute hatte ich drei Aktien von Hochtief in der Hand die ich vorher noch nicht kannte. Es handelte sich um die 1000 DM von 1981, 50 und 1000 DM von 1977.
Alles ziemlich sicher keine Massenware. Wer als Sammler solche Stücke noch nicht hat und diese irgendwo sieht sollte sie kaufen.
Die Firmierung auf den Aktien lautet übrigens bis 1977 Hochtief Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebr. Helffmann,  ab der Emission 1981 steht auf den Aktien Hochtief Aktiengesellschaft vorm. Gebr. Helffmann. Dabei wurde auch das Druckbild leicht geändert. Das Firmenlogo in den seitlichen Bordüren und im Trockensiegel wurde angepasst. Der Druck verblieb bei Oldenbourg. Wie viele verschiedene Stücke es tatsächlich gibt ist nicht ganz klar. 16 dürften gesichert sein, es können aber auch noch ein paar mehr sein.
 

 

C. Baresel AG, Stuttgart
Die DM-Aktien von Baresel waren im Sammlermarkt weitgehend unbekannt und man hatte sich schon damit abgefunden dass es kein Material davon geben wird, als Ende 2005 oder Anfang 2006 beim Ausräumen alter Firmenräume ein Paket mit vielen verschiedenen Nennwerten und Jahrgängen gefunden und kurz vor dem Container gerettet wurde.

Es gibt in Summe vermutlich an die 30 verschiedene Papiere, Stamm- und Vorzugsaktien. Jahrgänge 1951,  1961,  1972 und von 1983 vermutlich eine Globalurkunde mit x Stück x50 DM. Die anderen Nennwerte sind 100, 500, 1000, 5000 DM, 1961 und 1972 auch 150 DM. Die Auflagen waren sehr verschieden, Vorzüge gab es teils nur 1x oder 7x in der Ursprungsauflage. Auch viele weitere mit ehemaligen Druckauflagen von 20 bis unter 80 Stücken.
Als Bildbeispiel hier die > 100 DM Stammaktie von 1951. Hiervon betrug die Auflage 355 Stücke. Oder die Vorzugsaktie  > 1000 DM von 1961, hiervon war die Ursprungsauflage 76 Stücke. Zu den meisten Papieren existieren auch noch die Coupons. In der Regel ein volles Blatt,  > alte große 10-er Bögen, Nr. 21-30.

 



Dresdner Bank AG, Frankfurt
1996 wurden die letzten Aktien der Dresdner Bank gedruckt. Im Sammlermarkt ist praktisch nur der > Nennwert 10x5 = 50 DM bekannt.
Kennt oder hat jemand noch andere Nennwerte dieses Jahrgangs?  Falls ja, Infos und/oder Bilder gerne per Email, ich werde das dann hier veröffentlichen.

 

 

Paul Hartmann AG, Heidenheim, Brenz
Die "besonderen" Papiere von Paul Hartmann habe ich bereits im Ticker des Jahres 2014 vorgestellt. Es waren die alten, später in den 1950-er Jahren extra neu gedruckten und bis weit in die DM-Zeit verwendeten Ausgaben der Jahre 1913, 1921 und 1942 und auch einige der Globalaktien aus der Zeit von 1967 bis 2000. 
1967 gab es also erstmals die neu gedruckten Aktien in DM, bis dahin wurden tatsächlich die "alten" Papiere mit Umstellungsstempel in DM verwendet.
Es gibt die Jahrgänge 1967, 1969, 1973, 1976, 1981, 1982, 1986, 1990, 1993 und 2000. Es gab die Standardnennwerte 100 und 1000 DM, ab 1969 kam der NW 50 DM dazu, die 2000-er Emission waren Stückaktien (1, 2, 20 Stück).

Das ergibt ohne Globalaktien mind. 30 verschiedene Papiere. An Globalaktien kenne ich noch 10.000 von 1981, 40.000 von 1981, 40.000 von 1986, 300 Stück von 2000, 700 Stück von 2000, 750 Stück von 2000, 1000 Stück von 2000. Und sicher gibt es da noch einige mehr davon.
Bilder gibt's im 2014-er Ticker, die Standardnennwerte ab 1967 sind optisch bekannt. Die seltensten der "normalen" dürften 50 DM von 1969 (300), 50 DM (660) und 1000 DM (300) von 1973 sein. In Klammer die ca. Ursprungsauflagen. Bei allen anderen waren die Druckauflagen um ein vielfaches höher. 

 

 

 

Hoechst AG, Frankfurt am Main
Auch hier befinden wir uns noch in der Entwurfsphase einer späteren Anleihe oder Schuldverschreibung aus der DM-Zeit.

Der  > Rohling ist bereits als hochwertiger Guillochendruck ausgeführt, das Trockensiegel fehlt noch, ebenso ist außer dem Firmenname noch nichts eingedruckt. Weder Nennwert, noch Datum (nach 1974, da schon der neue kurze Firmenname verwendet wird) oder Ausgabeort.
Die  > Coupons sind ungewöhnlicherweise nicht nummeriert sondern mit Buchstaben versehen und sonst ebenfalls noch unvollständig ausgeführt. Einen Erneuerungsschein gibt es nicht, da in der Regel eine feste Laufzeit vorgesehen war. Rückseitige Bedruckung "Probedruck Oldenburg".  Es ist davon auszugehen, dass von solchen Archivstücken nicht mal mehr eine Hand voll im Umlauf ist.
Ein  > einziges Papier dieser Art, eine ältere Version, noch mit dem alten Firmennamen "Farbwerke Hoechst", befindet sich aktuell im Shop. 

 

 

DaimlerChrysler AG, Stuttgart, Detroit
Ich gehe davon aus, dass jeder DM-Sammler auch die DaimlerChrysler Aktie (Börsenkürzel DCX) hat.
Aber was ist an  > dieser Aktie anders?  Nein es ist nicht der rechte Rand, da fehlt etwas weil das 12 Zoll US-Papier länger ist als Din a'4 und der Scanner somit zu kurz war. Es ist auch nicht die Aktienzahl 3, die eher ungewöhnlich ist, weil zur Auslieferung meist 1-er Stücke kamen.
Am 1. Januar 2006 löste Dieter Zetsche seinen Vorgänger Jürgen Schrempp als Vorstandsvorsitzenden ab. Das wurde zum Anlass genommen neue Aktien zu drucken. Unterschied ist also die Unterschrift des Vorstands. Auch die Unterschrift des zweiten Vorstandsmitgliedes rechts daneben ist verändert, deswegen hätte man aber nicht neu gedruckt. Die neuen Stücke kamen rund 1 1/2 Jahre zur Auslieferung, im Juli/August 2007 war die Trennung von Daimler und Chrysler abgeschlossen.

Diese neue Aktie gibt es übrigens auch als  > Druckmuster, ohne den roten Specimen Stempel der 1999er Version. Identische Aktien wurden übrigens in USA und in Deutschland verwendet, der Druck stammt von Giesecke & Devrient aus München, die Abmessungen allerdings waren "amerikanisch" im Format 8 x 12 Zoll. Hinten US-typisch bedruckt für Übertragungs- bzw. Verkaufsvermerke, weil Namensaktien.

Der DCX Börsenhandel begann am 17. November 1998, ich meine aber dass die ersten ausgestellten Stücke möglicherweise erst das Datum 1999 tragen. Wer 1998-er Stücke hat oder kennt, bitte Info an mich, im Idealfall ein Bild dazu.

 

 

Deutscher Ring Lebensversicherung, Hamburg
Zu den Papieren von denen es völlig verschiene Druckbilder bei den Aktien gibt gehört auch der Deutsche Ring.
Die Emissionen 1954, 1960, 1962 und > 1969 haben ein klassisches Aussehen älterer "Bauart". Insgesamt gibt es davon mind. 12 verschiedene Stücke, Nennwerte von 50 bis 100.000 DM, alle nur als Druckmuster bekannt und sehr selten.
Danach folgten die Jahrgänge > 1970, 1976, > 1984 und 1993 in komplett verändertem und modernisiertem Druckbild. Hiervon gibt es mind. 13 verschiedene Papiere in Nennwerten von 50 bis 100.000 DM, die kleinen (50 + 100 DM "gelaufen", die großen (25.000 und 100.000 DM) als Druckmuster. Beide Aktienversionen stammen von Giesecke & Devrient.

Nachtrag: Info von einem Sammler - "die großen", beispielsweise 100.000 DM, gibt es auch nummeriert, schnittentwertet (linke obere Ecke). Sicher aus 1970 und 1976.

 

 

Balcke-Dürr AG, Ratingen
Eine DM-Aktie die noch gar keine richtige Aktie ist, weil außer dem Namen noch nichts drauf steht.
Dieses Musterstück stammte aus dem Ordner eines ehemaligen Schleicher & Schuell Mitarbeiters, der mit seinen Kollegen bei Oldenbourg (daher stammt der Druck) in engem Kontakt und Austausch stand.
Aus diesem  > Rohentwurf wurde später die  > 50 DM Aktie des Jahrgangs 1973.
Der > Couponbogen ist auch noch roh. Ich meine dieser Rohling war auch bereits auf Wasserzeichenpapier gedruckt, da sich das äußerst seltene Stück aber seit einiger Zeit im Besitz eines engagierten Sammlers befindet kann ich das nicht mehr überprüfen.

Nachtrag: Überprüfung ist erfolgt, der heutige Besitzer hat sich gemeldet. Das Papier des Entwurfs hat kein Wasserzeichen aber ein geprägtes Trockensiegel.  

 

 

Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl
Vossloh mit Sitz in Werdohl ist ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Bahninfrastruktur.
Die Ursprünge gehen zurück auf Eduard Vossloh. Er erlernte das Handwerk des Schmieds und erhielt 1883 den ersten Auftrag der Königlich Preußischen Eisenbahn zur Federringherstellung für die Schienenbefestigung.
Der heutige, börsennotierte Konzern entstand im Jahr 1990. Die Vossloh AG ging am 13. Juni 1990 zum Ausgabepreis von 420 DM an die Börse; das Grundkapital von 25 Millionen DM wurde eingeteilt in 500.000 Aktien. Heute ist Heinz Hermann Thiele größter Aktionär der Vossloh AG. Die Vossloh-Familiengemeinschaft hatte sich 2013 weitgehend von ihrem Aktienpaket getrennt.
Gedruckte Aktien existieren nur aus der Emission zum Börsengang 1990 (3 Nennwerte 50, 20x50, 50x50) und aus dem Jahr 1996 als auf 5 DM Nennwert umgestellt wurde (vermutlich nur die 5er). Alle sind nur als Probedrucke im Sammlermarkt bekannt. Die bei Giesecke & Devrient hergestellten Papiere haben die für diese Druckmuster typische vollflächige Giesecke Bedruckung auf der Rückseite und kleine Lochungen zur Entwertung. Sie existieren nur in (niedriger) 1-stelliger Stückzahl.
Hier die Aktien  > 50 DM und der Nennwert  > 20x50 DM und das Bild eines Couponbogens.

 

 

Treuchtlinger Marmorwerke AG, München
Wer meine Infomails bekommt kennt das Papier schon, es wurde zuletzt vorgestellt. Und natürlich liegen die Stücke auch in einigen Sammlungen, obwohl sie selten sind.

Als die Treuchtlinger Marmorwerke AG im Jahr 1911 gegründet wurde, begann der industrielle Abbau des Jura-Marmors für Brückenbauten, Denkmäler, Futtertröge, Zaunpfosten und Pflastersteine. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 wirkte sich auch in der Steinindustrie in sinkenden Absätzen und Freisetzung von Arbeitskräften aus. Bis 1939 folgte ein Aufschwung mit Lieferungen für Monumentalbauten der Nationalsozialisten, wie den Bauten auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände.
Der Ortsteil Steinbruch in Treuchtlingen wurde als "Haus am Steinbruch" um 1900 erbaut. Bis in die 1980er Jahre war neben dem Jurasteinbruch ein ganzer Gebäudekomplex entstanden, den die Treuchtlinger Marmorwerke unter anderem zur Verwaltung nutzen. 1977 wurde der Firmensitz von München an die Produktionsstätte nach Treuchtlingen verlegt, 1993 wurde die AG in eine GMBH umgewandelt.
DM-Emissionen gibt es von 1956 bis 1966 aus 5 Jahren. Klassische Optik. Nummerierte Stücke sind meines Wissens unbekannt. Hier die seltene Probedruckversion aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Guillochendruck, kleine Lochungen und ein kleiner "ungültig" Stempel auf der Rückseite kennzeichnen diese raren Aktien. Minimale Auflage im (unteren) 1-stelligen Bereich.
Hier im Bild die  > 100 DM von 1964 und die  > 1000 DM von 1956.

 

 

Bremer Strassenbahn AG
Über 99,03 % der Aktien gehören der Bremer Verkehrsgesellschaft mbH, die wiederum vollständig der Stadtgemeinde Bremen gehört.
Ein paar Infos zu den ersten Jahren der Firmengeschichte gibt es hier:
https://www.sammleraktien-online.de/?/?/bremer-strassenbahn/
Aus der DM-Zeit ist nur dieser einzige Aktienjahrgang (1959) in den Nennwerten > 100 DM und  > 1000 DM im Sammlermarkt bekannt. Daneben existiert eine Globalurkunde als Probedruck über 100.000 DM.
Klassischer Aktiendruck von Giesecke & Devrient. Wasserzeichenpapier, Guillochendruck mit Trockensiegel. Sehr guter Erhaltungszustand. Zur Entwertung im Siegel gelocht.

 

 

Pfaudler-Werke Aktiengesellschaft, Schwetzingen
Die heutige Pfaudler GmbH in Schwetzingen, benannt nach dem deutschen Braumeister Caspar Pfaudler, produziert emaillierte Komponenten und Produkte für die chemische und pharmazeutische Industrie.
Bekannt sind insgesamt acht Emissionen von 1959 bis 1977, alle nur im Nennwert 10.000 DM, alle sehr selten, gelaufene (nummerierte) Stücke sind im Markt unbekannt.
Hier ein Bild des letzten  > Jahrgangs 1977.

 

 

Schering Aktiengesellschaft, Berlin und Bergkamen
Welcher DM-, Branchen- oder Regionalsammler kann von sich behaupten dass er alle Schering Aktien (aus der DM-Zeit) hat?  Viele sind das sicher nicht. Nach meiner aktuellen Kenntnis beginnt es bei Schering mit dem Jahrgang 1952 und endet mit dem letzten gedruckten Jahrgang 1985.
In diesem Zeitraum gab es 23 Emissionen, in manchen Jahren 2, in der Spitze im Jahr 1969 sogar 3 verschiedene Ausgabezeitpunkte. In der Summe ergibt das in Kombination mit den verschiedenen Nennwerten mind. 48 verschiedene Schering-Aktien.
Der kleinste Nennwert ist  > 50 DM (erstmals 1967), der größte  > 100.000 DM aus dem Jahr 1985.

 

 

Dolerit-Basalt Aktiengesellschaft, Köln
Der Name auf den Aktien ist identisch, aber wie bei vielen Aktien aus der DM-Zeit gibt es optisch völlig verschiedene Aktienversionen. Bekannt sind die Emissionen  >  1953, 1964 (jeweils 100 und 1000 DM) sowie mit geändertem und modernisiertem Druckbild die Jahrgänge  > 1989, 1990 und 1991, jeweils nur 50 DM und die beiden letzten nur als Blankostücke. Beide Drucke/Druckbilder stammen von Giesecke & Devrient.

 

 

Aktien-Gesellschaft EMS, Emden
Man spitzt die Ohren wenn man so etwas hört und wird skeptisch - alle Aktien durch einen Wasserschaden vernichtet. Bei der AG Ems war das tatsächlich so, seit vielen Jahren gibt es keinen Nachschub mehr. Das im Markt befindliche Material ist eine klar begrenzte Menge. Keine Raritäten, aber eben so gut wie verteilt, vereinzelt stehen Stücke zum Verkauf.
Was ist passiert: Von 1951 bis zuletzt 1994 gab es insgesamt mind. 16 verschiedene Aktien. Vor inzwischen schon sehr vielen Jahren hat die Gesellschaft mal ganze Sätze verkauft, ob es wirklich alle 16 waren daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls war der Preis so (hoch), dass keiner der Feierabendhändler größere Mengen anschaffte.
Bei mir verkauften sich die Stücke ganz ordentlich, insbesondere auch an regional interessierte Liebhaber. Aber eben nicht gleichmäßig über die verschieden Emissionen, so dass ich schon bald nachordern musste. Beim zweiten Versuch nachzubestellen erhielt ich dann die Information, dass der gesamte restliche Bestand durch Wasserschaden vernichtet wurde.

Wer also den einen oder anderen Nennwert noch nicht hat, nicht zu zögerlich sein, ein Massenangebot wird es hier nicht mehr geben. Was bis jetzt bereits im Markt ist muss für alle ausreichen.
 


 

Riedinger Jersey AG, Augsburg
Unter diesem Firmennamen gibt es nur den Aktienjahrgang 1972 in vier Nennwerten.
Neben einer Globalaktie (1000 x 1000 DM) die im Sammlermarkt nur als Blankodruck bekannt ist gibt es "Gelaufene" mit den Nennwerten 50, 100 und 1000 DM, wobei von diesen die 1000-er mit Abstand die geringste Marktmenge aufweist und eher selten angeboten wird.
Die Aktie gibt es  > hier im Shop.

 

 

Teutonia Misburger Portland-Cementwerk, Hannover
Von der Teutonia hatte ich vor einiger Zeit den letzten gedruckten DM-Jahrgang des Jahres 1991 mit dem neuen gekürzten Namen "Teutonia Zementwerk AG" vorgestellt.
Heute im Bild eine Vorzugsaktie des ersten  > DM-Jahrgangs 1961 mit  > Couponbogen.

 

 

Salamander AG, Kornwestheim
Von den DM-Aktien der Salamander AG gibt es im Sammlermarkt einige Versionen. Zu Anfang gab es die Blankopapiere (Ersatzaktien) ohne Nummer die vorne, meist links oben, einen kleinen "Muster" Stempel haben. Andere hatten diesen Stempel nicht, dafür rückseitig handschriftlich den Hinweis "Muster".
Von einigen Ausgaben kamen dann gelochte "gelaufene" (nummerierte) in den Markt, das war der Jahrgang 1957 und 1969, meist mit Restcoupons. Es gibt von den Blankopapieren aber auch völlig unentwertete Stücke die bestens erhalten sind, sowie einige Papiere die lange Zeit kaum oder gar nicht bekannt waren (100/67, 100 und 1000/60).

Insgesamt gibt es folgende 7 Kombinationen an Nennwerten/Jahrgängen zuzüglich evtl. der o.g. Varianten: 100 und 1000 DM 1957, 100 und 1000 DM 1960, 100 und 1000 DM 1967, 50 DM 1969
Das Druckbild ist bei allen identisch, nur die Farben sind verschieden. Stellvertretend hier ein Bild der unentwerteten  > 1000 DM 1960  und  > 100 DM 1967.




Burgbad AG, Bad Fredeburg
Die Vorzugsaktien der Burgbad AG gehören zu den schönsten DM Aktien der neueren Generation. Sie wurden zur Gründung der AG und zum Börsengang 1995 in drei Nennwerten (5, 10x5, 100x5 DM) als Vorzugsaktien erstmals ausgegeben.
Es gibt nur diesen einen Jahrgang. 2005 wurden die Vorzugsaktien abgeschafft und in Stammaktien umgewandelt. Gleichzeitig wurde das Grundkapital in einer Globalurkunde verbrieft und der Aktiendruck eingestellt. Im Jahr 2008 wurde die Burgbad AG von dem türkischen Industriekonzern Eczacıbaşı Holding übernommen. Mit Beschluss der HV vom Mai 2010 sind alle Aktien der Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung in die Eczacıbaşı Yapi Gerecleri übergegangen (Squeeze Out).
Trotzdem gibt es ein paar verschiedene Aktienversionen. Die rote 5-er gleich 3-fach, 1 x unentwertet, 1 x entwertet mit Siegellochung und 1 x als Druckmuster mit dem roten "Muster" Aufdruck von Giesecke & Devrient. Das selbe gilt für die blaue 10-er, wobei hier die Anzahl der unentwerteten (ausgelieferten) deutlich geringer sein dürfte. Beim großen Nennwert, der grünen 100-er gehe ich davon aus, dass keine unentwerteten im Sammlermarkt existieren, hier also nur die gelochte Variante und das "Muster" bekannt sind.
Hardcore-Sammler die auf Vollständigkeit sammeln haben natürlich alle diese Stücke, vielleicht kennt oder hat ja jemand sogar eine unentwertete der großen Stückelung.
 

 

 

Hanseatische Assekuranz-Vermittlungs-AG, Hamburg
Gegründet am 8. Mai 1923; eingetragen am 26. Mai 1923. Firmierung bis 15. Juli 1937 als: Ceres-Assekuranz-Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin. Die Gesellschaft hieß dann bis Juli 1941 Assekuranz-Vermittlungs-AG, danach Hanseatische Assekuranz-Vermittlungs-Aktiengesellschaft. Nach Kriegsende Verlegung des Hauptsitzes nach Hamburg.
Aus der DM-Zeit gibt es die Jahrgänge 1960, 1965, 1973, 1977, und 1981 in den Nennwerten 100 und 1000 DM, ab 1977 auch noch 50 DM. Alle sind Druckmuster von Giesecke & Devrient, oft sind Couponbögen dabei. Alle sind Namensaktien, alle sind selten im (unteren) 1-stelligen Bereich. Gelaufene sind mir bislang nicht bekannt.
Hier im Bild die  > 1000 DM Aktie aus dem Jahr 1965 und  > die Restcoupons.

 

 

Badische Anilin & Soda Fabrik, Ludwigshafen - BASF
Heute geht es weiter mit zwei weiteren Globalaktien in Bildform.
Hier das  > Bild der 50.000 DM Aktie (1000 Aktien x 50 DM) des Jahrgangs 1966 und hier der nächst höhere Nennwert > 100.000 DM, Ausgabejahr 1955 (erste Inhaberaktien).
 

 

 

Volkswagenwerk - Volkswagen - VW, Wolfsburg
Die Volkswagenwerk GmbH wurde am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, teilprivatisiert und hieß nunmehr mit neuem Namen "Volkswagenwerk Aktiengesellschaft". 60 Prozent des VW- Stammkapitals wurden in Form von so genannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM an Privatpersonen zu einem Kurs von 350 DM je Aktie ausgegeben. Erste Aktien wurden im Januar 1961 verkauft.
Nachfolgende Kapitalerhöhungen der Jahre 1966, 1978 und 1986 brachten jeweils neue, interessant gestaltete Aktienurkunden hervor. Im Jahr 1985 wurde die "Volkswagenwerk AG" in die "Volkswagen AG" umfirmiert, der Umtausch der Aktienurkunden erfolgte im Jahr 1991.
Im Jahr 2005 wurde der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung ausgeschlossen und die Aktien der Volkswagen AG in Girosammelverwahrung überführt (Beschluss der HV vom April 2005). Das bedeutet, dass die gedruckten Aktienzertifikate aus Papier eingezogen, für kraftlos erklärt und auf eine Globalurkunde umgestellt wurden. Seit dem 5. September 2005 sind Stamm- und Vorzugsaktien nur noch im Girosammelwege lieferbar.

Ich versuche mal annähernd aufzulisten welche gedruckten VW Papiere im Markt bekannt sind, zunächst die Standardnennwerte bis 100.000 DM, am Ende die Globalurkunden, die in meines Wissens nur als Blankopapiere aus dem Druckereiarchiv im Sammlermarkt existieren.

Stammaktien aus der Gründeremission 1961: 100 DM, 1000 DM, 100.000 DM

Stammaktien 1966: 50 DM, 1000 DM, 100.000 DM (2000x50)

Stammaktien 1978: 50 DM, 100 DM, 1000 DM, 100.000 DM - bis hier alle altes Druckbild mit Namen Volkswagenwerk AG.

Vorzugsaktien 1986: 50, 10x50, 50x50, 2000x50 DM, altes Druckbild im Hochformat aber neuer Name Volkswagen AG

Stammaktien 1991: 50, 10x50, 50x50, 2000x50 DM, neues Druckbild (Käferaktie), neuer Name Volkswagen AG

Globalaktien (Stämme): 120 Mio. 1961  (1.200.000 x 100 DM), 90 Mio. 1970, 24 Mio. (480.000 x 50 DM) 1970, 6 Mio. (120.000 x 50 DM) 1970, 150 Mio. 1978

Ob die Globalaktien wirklich vollständig sind vermag ich nicht zu beurteilen. Die ganz großen sind vermutlich für das Land Niedersachsen gewesen, das bis heute 20% der Stammaktien hält.
Da die Vorzugsaktien 1986 bereits auf den neuen Namen Volkswagen AG lauteten wurden 1991 nur die Stammaktien in Form der Käferaktie neu gedruckt.



 

Schwarz Pharma Aktiengesellschaft, Monheim
Von Schwarz Pharma stehen noch zwei Bilder aus. Von beiden gibt es auch Couponbögen, die sehen bis auf die Farbe aber identisch aus wie der weiter unten bereits vorgestellte der 500 DM Aktie.

Aktie 5000 DM (1000 x 5) von 1995  und  Aktie 5 DM von 1995
 


 

Badische Anilin & Soda Fabrik, Ludwigshafen - BASF
Da hier auch Sammler mitlesen die noch keine 20 Jahre im Markt sind hier mal der Überblick welche Aktienvielfalt es von der BASF gibt.

Badische Anilin Namensaktien 1953 in DM 100, 200, 500, 1000

Badische Anilin Inhaberaktien ab 1955 bis 1971 in mind. 10 Jahrgängen. Standardnennwerte 100, 200, 500, 1000 DM, ab 1966 auch 50 DM. Dazu Globalaktien zu 50tsd., 100tsd., 200tsd., 500tsd. und eine Million. In Summe zusammen mit den 1953-ern locker 40 verschiedene im alten Druckbild.

BASF Aktiengesellschaft hieß man bereits ab 1973, gedruckte Aktien mit dem neuen Namen gibt es aber erst ab 1984. Das Druckbild wurde dabei vollständig verändert und modernisiert. Das sind die die Nennwerte 50, 10x50, 20x50, 50x50 und 2000x50 DM. Eine Ausnahme bildet die Globalaktie über 800.000 Aktien zu je 50 DM = 40 Millionen DM, mit Schreibmaschine ausgestellt auf Inhaber im Dezember 1983 und vermutlich ein Unikat.

BASF Aktiengesellschaft Inhaberaktien im neuen kleinen Nennwert 5 DM. Die gab es im Juli 1996 und nur als 5 DM Aktie.

BASF Aktiengesellschaft Inhaberaktien als Stückaktien bereits aus der Euro-Zeit wurden als letzte Emission im Dezember 2001 gedruckt. Hier kennt der Sammlermarkt die 1er, 10er, 100er und 500er Aktie. 

 

 

Mercedes Automobil Holding AG, Frankfurt
Die AG wurde 1975 gegründet zur "marktschonenden" Übernahme eines Aktienpakets von 25,23 % an der Daimler-Benz AG von Friedrich Karl Flick. Die einzigen Aktien wurden im Januar 1976 ausgegeben.
"Die Mercedes-Automobil-Holding Aktiengesellschaft, welche später in Mercedes-Aktiengesellschaft Holding ("MAH") umfirmierte, wurde 1994 auf die Daimler-Benz AG verschmolzen. Die Daimler AG hat für diejenigen MAH-Aktionäre, welche ihre Aktien nicht umgetauscht hatten, entsprechende Aktien bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt.
Zuletzt wurde ein solches nicht > umgetauschtes Papier  völlig unerkannt in einer Auktion für relativ kleines Geld samt  > fast vollständigem Couponbogen verkauft. Gegenwert sind immer noch 10 heutige Daimler-Aktien. Wer so ein Papier hat muss sich allerdings um den Umtausch beim Amtsgericht Stuttgart selbst kümmern und dort einen entsprechenden Antrag stellen.

Andererseits ist so ein besonderes Stück in einer Spezialsammlung sicher mindestens genau so viel wert wie ein möglicher Einlösebetrag, denn viele wird es von diesen unentwerteten Papieren garantiert nicht geben. Danke an den Sammler der die Bilder zur Verfügung gestellt hat.


 


Schwarz Pharma Aktiengesellschaft, Monheim
Gegründet 1946 von Rolf Schwarz-Schütte und seinem Vater, dem Apotheker Anton Schwarz, unter dem Namen Central-Laboratorium Reichelsheim Dr. A. Schwarz KG in Reichelsheim (Odenwald). Schwarz-Pharma entwickelt Paharmaprodukte und Medikamente im Bereich Herz-Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt, Asthma, Neurologie und Urologie.
Im Jahr 1995 erfolgte der Börsengang mit diesen Aktien, man notierte bis 2007 im M-Dax. 2005 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 4.100 Mitarbeiter, davon 1.700 in Deutschland, und erzielte einen Umsatz von 991 Millionen Euro. Im September 2006 kündigte der belgische Pharmakonzern UCB die Übernahme der Schwarz Pharma an. 2009 beschloß die HV den Squeeze-out der Restaktionäre zugunsten der UCB.

Es existiert nur eine Emission in 4 Nennwerten (5, 10x5, 100x5, 1000x5 DM) die zum Börsengang 1995 gedruckt wurde. Die Papiere sind nur als Blankodrucke von G&D im Sammlermarkt bekannt. Heute stelle ich den  > Nennwert 500 DM vor zu dem es auch einen  > Couponbogen gibt.

 

 

Konsortium AG, Stuttgart
Von Konsortium sind im Sammlermarkt nur 50 DM-Aktien aus den Jahren 1988 und 1992 bekannt. Leicht übersehen wird dabei, dass es aus dem Jahr 1988 zwei Emissionen gibt. Eine aus dem Februar, eine vom Juli. Zusätzlich gibt es auch einen  > Blankodruck aus dem Jahr 1988, ohne Nummer und ohne jegliche Entwertung, vermutlich als Ersatzaktie verwendet und deutlich seltener als die "gelaufenen".

 

 

Badische Anilin & Soda Fabrik, Ludwigshafen - BASF
Hier gleich die zweite Vorstellung der seltenen BASF Aktien. Bekanntermaßen gab es einige Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges Neugründungen der IG-Farben Nachfolger (siehe auch weiter unten Bayer). Dabei gab es 1953 zunächst Namensaktien, ausschließlich auf die jeweiligen Liquidatoren ausgestellt. Bei BASF war das Dr. Fritz Brinkmann aus Frankfurt. Von BASF kenne ich die 200 DM und 500 DM, ich weiß, dass es aber auch die Nennwerte 100 und 1000 DM gibt.
Die Aktien sind nur als Drucke ohne Nummer bekannt, der Name ist immer eingetragen, sie sind oft ohne jegliche Entwertung, oder seltener wie hier, als Druckmuster mit der alten halbkreisförmigen Nadelperforation "Muster" von Giesecke & Devrient.
Hier also die  > 500 DM von 1953 im Bild.

 

 

Berlinische Lebensversicherung Aktiengesellschaft - Delta Lloyd, Berlin - Wiesbaden
Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete man einen zweiten Hauptsitz in Wiesbaden. 1994 Erwerb der Hamburger Lebensversicherung AG. 1998 wird die Berlinische Lebensversicherung durch Delta Lloyd übernommen. 2006 Umfirmierung in Delta Lloyd Lebensversicherung AG.
Im Sammlermarkt kennt man aus der DM-Zeit Aktien ab 1963 bis zuletzt 1990, aber nur sehr wenige sind tatsächlich verfügbar. Insgesamt sind derzeit 18 verschiedene Papiere bekannt, alles Namensaktien, alle nur als Blankodrucke von Giesecke & Devrient, viele davon (über die Hälfte) sind hohe bis sehr hohe Nennwerte von 5000 DM bis hin zu 1,5 Millionen DM.
Heute stelle ich Ihnen den kleinsten Nennwert im Bild vor,  > die 50 DM Aktie des Jahres 1973.

 

 

Badische Anilin & Soda Fabrik, Ludwigshafen - BASF
Von BASF gibt es zahlreiche Nennwerte und Emissionen, alleine von der alten Version nach meinem Wissensstand mind. 40 verschiene Stücke von 1953 bis 1971.
Die meisten Papiere sind im Sammlermarkt weit verbreitet, es gibt aber auch sehr seltene Ausgaben wie die 1953-er Namensaktien oder einige Globalurkunden mit hohen Nennwerten.
Heute möchte ich eine davon vorstellen, weitere folgen nach und nach.
Hier das  > Bild der 50.000 DM Aktie (1000 Aktien x 50 DM) des letzten Jahrgangs 1971 mit dem alten Druckbild und der alten Firmenbezeichnung. Komplett abweichend ist dabei die Farbe orange, die man bei den "normalen" Nennwerten so nicht vorfindet.

 

 

Thyssen AG vorm. August Thyssen Hütte, Duisburg
die Geschichte zu Thyssen kann ich mir an dieser Stelle sparen, die DM-Aktien dazu kennt und hat jeder Sammler, insbesondere auch den 1986er Jahrgang.
Selten hingegen sind die  > Probedrucke dieses Jahrgangs die Oldenbourg hergestellt hat und es gibt auch noch einen  > Couponbogen dazu.
 

 

Markgräfler Country Club, Freizeitanlagen-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Aktiengesellschaft in Kandern
Ein wahrlich bombastischer Name für eine AG wenn man alleine nach der Länge des Titels urteilt.
Vor einigen Jahren hatte ich hier im Ticker einen der seltenen großen Nennwerte der Fielmann AG vorgestellt und dazu bemerkt, dass die Fielmann Aktie die einzige DM-Aktie ist die ich kenne, die bei Orell Füssli in Zürich gedruckt wurde.
Nun hat mich ein Sammler darauf aufmerksam gemacht, dass die Aktien eben dieses Markgräfler Country Club auch bei Orell Füssli hergestellt wurden.
Allerdings ist nicht klar, ob die AG Gründung über das Planungsstadium hinauskam. Die Aktie jedenfalls ist ein Probedruck und in der Historie des Clubs bleibt die AG-Gründung komplett unerwähnt.
Danke an den Sammler für   > das Bild der Aktie.

Nachtrag zur AG Gründung nach Hinweis eines Sammlers:
In der
Interessenteninformation steht: Ein Vollmitglied des GC Markgräflerland Kandern ist auch gleichzeitig Aktionär in der Markgräfler Country Club Freizeitanlagen-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft AG (MCC AG) und genießt eine zeitlich unbegrenzte Mitgliedschaft. Und es gibt auf der Homepage noch eine
Einladung zur Hauptversammlung 2015. Die AG-Gründung wurde also damals vollzogen.

 

 

Gebr. Lang Aktiengesellschaft, Ettringen
1973 entstand aus dem Familienunternehmen Lang eine Aktiengesellschaft. Es folgte der Gang an die Börse. 1985 führten finanzielle Probleme zur Insolvenz. Die ehemalige Aktiengesellschaft wurde in eine GMBH umgewandelt und das operative Geschäft wurde 1987 von der Myllykoski-Gruppe übernommen. MYLLYKOSKI ist ein Familienunternehmen, unter dessen Dach sich eine internationale Gruppe von Papierherstellern vereint. Die Papierwerke befinden sich in Finnland, Deutschland, in der Schweiz und den USA.
Nach Einstellung der Börsennotiz gelangten wenige der alten Aktien in den Sammlermarkt. Gedruckt wurden mehrere Jahrgänge von 1973 bis 1983. Nummerierte Stücke sind bislang nur von 1973, ganz wenige von 1983 bekannt.
Insgesamt gibt es 12 verschieden Kombinationen von Nennwerten/Jahrgängen, nur in wenigen Sammlungen dürften alle Stücke vorhanden sein.
Alleine 10 davon sind derzeit noch  > im Onlineshop verfügbar:

 



Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln
Die Deutsche Lufthansa AG mit Sitz in Köln ist heute einer der weltweit größten Konzerne der zivilen Luftfahrt. Sie gliedert sich in Einzelbereiche wie Linienflug, Cargo, Instandhaltung, Technik, Catering etc. Heimatflughafen ist Frankfurt am Main. Die Lufthansa war eine der ersten großen deutschen Firmen, die den Druck von effektiven Aktien eingestellt hat.
Jeder Sammler kennt die älteren Stücke der DM-Zeit von 1966 (nur eine 1000-er Stamm), 1968 (50 und 500 DM Stamm), 1969 (50, 500, 1000 Vorzug). Danach gab es eine lange Pause. 1997 wurden dann die letzten Papiere gedruckt, im neuen kleinen Nennwert 5 DM, 10x5 DM und 1000x5 DM. Die beiden ersten sind auch als gelaufene bekannt, > die große 5000-er bislang nur als Druckmuster aus dem Hause Giesecke & Devrient.

Die letzte 1997er Emission waren Namensaktien, die vorangegangen Ausgaben hingegen Inhaberpapiere.
 

 

 

Vereinte Versicherung AG, Berlin, München
Die Vereinte Versicherung (Vereinte) war eine deutsche Versicherungsgruppe mit Sitz in Berlin und München. Unter diesem Namen existierte der Versicherungskonzern bis 2002. Sie gliederte sich in die Bereiche Kranken-, Lebens- und Sachversicherungen sowie Bausparen.
Sie wurde 1812 als Feuerversicherungsgesellschaft mit Sitz in Berlin vom König genehmigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie nach München verlegt, um der Enteignung zu entgehen.
1876 erfolgte die Gründung der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG zur Durchführung von Versicherungs- und Rückversicherungs-Geschäften im Bereich der Sachschaden-Versicherung. 1980 entstand durch Fusion der Berlinische Feuer-Versicherungs-Anstalt und der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG die Vereinigte Aachen-Berlinische Versicherung Aktiengesellschaft Sitz: München und Berlin. Ab 1987 firmierte diese unter der bekannten Vereinte Versicherung Aktiengesellschaft.
Eigentümerin "Swiss Re" verkaufte 1995 an die Allianz. Neuer Name: Vereinte Holding AG. Diese wurde 2010 aus dem Handelsregister des Amtsgerichts München gelöscht nachdem bereits 2002 der Squeeze Out erfolgte und die Marke "Vereinte" in der Allianz aufging.
Von 1987 bis 1995 gibt es 5 Aktienemissionen der "Vereinte" in verschiedenen Nennwerten, über die Hälfte aller Ausgaben, > wie diese hier, sind nur als Probedrucke bekannt. Die bei Giesecke & Devrient hergestellten Papiere haben die für diese Druckmuster typische vollflächige Giesecke Bedruckung auf der Rückseite, gelten als sehr selten und existieren nur in (niedriger) 1-stelliger Stückzahl. Couponbogen gibt es ebenfalls.



 

Uzin Utz AG, Ulm, Donau
Nachtrag: Uzin war zu Jahresanfang schon mal Thema hier im Ticker. Nicht lange danach wurden die gedruckten Aktien für kraftlos erklärt, einige Papiere gelangten später in entwerteter Form in den Sammlermarkt, so dass jetzt auch die beiden größeren Nennwerte
 > 100 DM (20x5) und > 500 DM (100x5) als "gelaufene" im Markt bekannt sind.


 

 

Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank AG, Hamburg
Gegründet 1871 als Mecklenburgische Hypotheken- und Wechselbank mit Sitz in Schwerin, Mecklenburg. Bankgeschäfte aller Art, vorwiegend Hypothekenbankgeschäfte.

1947-1949 zur Abwicklung nach Köln verlagert. 1963 Sitzverlegung nach Lübeck. 1964 umbenannt in Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank, Lübeck. 1965 Sitzverlegung nach Hamburg.
1966 Übernahme der Geschäfte des Ritterschaftlichen Kreditinstituts des Fürstentums Lüneburg in Celle, wo fortan eine Zweigniederlassung unterhalten wurde. Großaktionäre waren danach die Dresdner Bank (58 %), die Landschaftliche Brandkasse Hannover (26,5 %) und das Ritterschaftliche Kreditinstitut in Celle (9,5 %).

1980 umfirmiert in Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank AG. 1998 entsteht die Deutsche Hyp Deutsche Hypothekenbank Frankfurt-Hamburg (Sitz Frankfurt) aus der Fusion von Deutscher Hypothekenbank Frankfurt AG, Hypothekenbank in Hamburg AG und Norddeutscher Hypotheken- und Wechselbank AG. Ab 2002 Firmierung als Eurohypo AG.

Es sind zahlreiche DM-Jahrgänge bekannt (1965, 66, 69, 72, 74, 75, 76, 77, 78, 81, 83, 93), aber kaum nummerierte Stücke.
Hier ein sehr seltener Probedruck aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Letzte Emission der Gesellschaft (1993), riesiger Nennwert über 100.000 DM. Modernisiertes Druckbild. Minimale Auflage im 1-stelligen Bereich. Einen > Couponbogen dazu gibt es ebenfalls.

 

 

Württembergische Milchverwertung - Südmilch
Die Württembergische Milchverwertung Aktiengesellschaft war die Vorgängerin der später viel bekannteren Südmilch AG.

Die Aktionäre bestanden zu jener Zeit noch hauptsächlich aus Landwirten, Molkereibesitzern und anderen Grupppen die mit der Gesellschaft beruflich-geschäftlich verbunden waren.
Die Milch wurde damals noch hauptsächlich zu den dörflichen Molkereien gebracht, die direkt an Verbraucher verkauften und die Überschüße an die Milchverwertung weitergaben.

Aus der DM-Zeit sind 4 Aktien-Jahrgänge bekennt. 1951 unter dem Namen "Württembergische Milchverwertung AG", 1959, 1960 und 1963 dann als Württembergische Milchverwertung - Südmilch AG.

Alle diese Aktien sind ziemlich selten, die Ausgabe  > 100 DM von 1951 ist mir erstmals im Sommer diesen Jahres begegnet. Ich möchte sie deshalb hier im Bild vorstellen. Und ergänzend eine  > 500-er von 1960, bereits mit dem Namenszusatz "Südmilch".

Die ersten Südmilch Aktien wurden dann im Jahr 1972 ausgegeben. 3 Emissionen bis 1989, alle nur als Vorzugsaktien an der Börse gehandelt. Erst bei der letzten Südmilch-Emission 1994 gab es dann Stammaktien.
Bereits seit 1993 war die niederländische Campina Großaktionär bei Südmilch, im Jahr 1996 entstand dann die Campina AG aus der ehemaligen Südmilch AG.


 


Walter Aktiengesellschaft, Tübingen
Gegründet 1919 in Düsseldorf unter dem Namen Walter Montanwerke. 1923 erwirbt Richard Walter zusätzlich eine kleine Firma in Tübingen und produziert an beiden Standorten Metallwerkzeuge.

Bereits 1924 erfolgte der Umzug nach Tübingen. Erste Patente im Bereich Hartmetall reichte das Unternehmen im Jahr 1926 ein. 1953 wurde die weltweit erste vollautomatische Schleifmaschine entwickelt. Seit 1960 werden Hartmetallwendeschneidplatten produziert. Heute produziert man Werkzeuge zum Drehen, Fräsen, Bohren und Gewinden.

1956 erfolgte die AG Gründung als Walter Montanwerke AG in Tübingen. 1966 wird die AG wieder zur GmbH. 1990 dann die erneute Umwandlung in eine AG unter Ausgabe dieser Aktien. Seit 2005 gehört die Walter AG zu 100 % der Sandvik Holding GmbH. Durch ein Squeeze-Out wurden die restlichen Aktionäre abgefunden.

Im Sammlermarkt bekannt sind extrem seltene Probedrucke aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Nach meinem Kenntnisstand der einzige Aktienjahrgang der neuen Gesellschaft und gleichzeitig die Gründeremission zur erneuten AG-Gründung 1990.
Guillochendruck, Trockensiegel, kleine Lochungen und das typische rückseitig bedruckte Papier von Giesecke & Devrient kennzeichnen diese raren Aktien. Minimale Auflage im 1-stelligen Bereich.

Von der alten Walter Montanwerke AG in Tübingen sind zwei Jahrgänge bekannt. Die Erstausgabe 12/1957 und eine Kapitalerhöhung des Jahres 1961, beide ebenfalls sehr selten. Hiervon derzeit leider keine Bilder verfügbar.

Bilder:  > 50 DM 1990 > 1000 DM 1990 > 2500 DM 1990.

 

 

Vereinsbank in Nürnberg
Gründung 1871 als Hypotheken- und Geschäftsbank. Betrieb einer Kreditbank und einer Hypothekenbank.
Das normale Bankgeschäft wurde ab 1920 an die Bayerische Vereinsbank in München und Nürnberg übertragen. Die Bayerische Vereinsbank wird Großaktionär, ab dann ist die Gesellschaft nur noch eine reine Hypothekenbank.

Beteiligung 1943: Bayerische Vereinsbank in München. Großaktionär 1943: Bayerische Vereinsbank München-Nürnberg (99,4 %). 1989 Umbenennung in Nürnberger Hypothekenbank AG.

2001 verschmelzen Süddeutsche Bodencreditbank, Bayerische Handelsbank und die Vereinsbank in Nürnberg unter dem Dach der HypoVereinsbank zur "HVB Real Estate AG".

Die Aktien der Vereinsbank in Nürnberg aus der DM-Zeit sind im Sammlermarkt bekannt, aber alles andere als Massenpapiere. Im Gegenteil, sie sind heute nicht mehr selbstverständlich beschaffbar.
Herrlicher hochwertiger Bordürendruck, der von der alten traditionsreichen Universitätsdruckerei H. Stürtz in Würzburg (Emissionen 1962 und 1964) - bei den späteren Emissionen (1972, 1976 siehe Bild) zu Oldenbourg in München gewechselt hat. Hier ein Bild der Ausgabe  >  50 DM von 1976.

 

 

Samson Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Die Samson AG wurde im Jahr 1907 von Hermann Sandvoss gegründet. Sie ist ein Hersteller von Stellgerätetechnik. Man produziert hauptsächlich Regler ohne Hilfsenergie und kommunikationsfähige Stellventile zur Einbindung in alle gängigen Prozessleitsysteme.

Einsatzbereiche sind u. a. Chemieanlagen, Kraftwerke, Fernwärmeverteilung, Lebensmittelerzeugung und Gebäudeautomation. Samson ist Weltmarktführer bei Regelarmaturen in der Chemischen Industrie.
Seit 1916 befindet sich der Stammsitz in Frankfurt. Dort gibt es rund 1600 Mitarbeiter (2017), weltweit beschäftigt Samson in fast 60 Tochtergesellschaften rund 4000 Angestellte. Seit 2013 macht man Jahresumsätze zwischen 600 und 650 Mio. EUR. Eine Börsennotitz der Gesellschaft hat es nie gegeben.

Aktien von Samson gibt es im Sammlermarkt von 1977 bis 1992 in 5 Jahrgängen und 2 Nennwerten. Es sind Blankopapiere, hergestellt von Giesecke & Devrient als Guillochendruck mit Trockensiegel und der für diese Druckmuster typischen vollflächigen G&D Bedruckung auf der Rückseite. Kleine Lochungen zur Entwertung. Ein Couponbogen ist in vielen Fällen vorhanden.
Marktbekannte Mengen sind in der Regel einstellig (R10 und R9), gelaufene (nummerierte) Aktien der Gesellschaft sind mir nicht bekannt.
Hier im Bild nun zwei Stücke des letzten Jahrganges - die  > 1000 DM von 1992  und die  > 100 DM von 1992.

 

 

Noris Beteiligungen AG - Quelle, Nürnberg
Seit 1954 bot das Versandhaus Quelle die Finanzierung seiner Produkte über die Noris Kaufhilfe an. 1965 wurde daraufhin die Noris Kreditbank GmbH gegründet. Im Jahre 1969 firmierte die Noris Kaufhilfe zur Noris Bank GmbH um. Mit der Umfirmierung wurden die Bankdienstleistungen u.a. auf Giro- und Sparkonten erweitert.
Die 1989 gegründete Noris Beteiligungen AG war eine Tochtergesellschaft der Norisbank und sollte die Geschäftsfelder der Gesellschaft erweitern.
Die DZ Bank, inzwischen Besitzerin der Norisbank verkaufte 2006 die 98 Filialen und den Namen Norisbank samt dem Kundenstamm für 420 Millionen Euro an die Deutsche Bank.

Die Norisbank AG firmierte daraufhin in Teambank AG Nürnberg um, die verkauften Filialen wurden von der neu gegründeten Norisbank GmbH mit Sitz in Frankfurt fortgeführt.
Wie lange die Noris Beteiligungen als selbständige AG bestand ist nicht genau bekannt, vermutlich bis 1997, dem Verakufszeitpunkt von Noris an die Bayerische Vereinsbank.

Unter dem Namen Noris Beteiligungen Aktiengesellschaft ist im Sammlermarkt bislang nur diese eine Emission im Nennwert 50 DM bekannt, kein anderer Jahrgang, kein weiterer Nennwert, erst recht keine gelaufenen (nummerierten) Papiere.

Hier der  > sehr seltene Probedruck  aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Guillochendruck, kleine Lochungen und das typische rückseitig bedruckte Papier von Giesecke & Devrient kennzeichnen diese raren Aktien. Minimale Auflage im 1-stelligen Bereich.

Nachtrag:  In einer Sammlung eines langjährigen DM-Sammlers befindet sich ein gelaufenes Stück!!  Meiner Einschätzung nach sehr selten, vielleicht R12/R11 - obwohl anhand der 5-stelligen Nummer möglicherweise mehrere zehntausend Papiere gedruckt wurden?  Das ist meinerseits z. Zt. nicht wirklich zu beurteilen.
In jedem Fall sehen Sie  > hier das Bild.
 

 

 

Hochseefischerei Nordstern AG - Frosta, Bremerhaven
Unter der Firmierung Hochseefischerei Nordstern kennt der Sammlermarkt 3 Aktienjahrgänge aus 1952, 1972 und 1985, gefolgt von der 1989-er Emission unter dem Namen Nordstern Lebensmittel AG. Die Aktien wurden bei Oldenbourg in München hergestellt und sind vorzüglich erhalten. Im Trockensiegel zur Entwertung gelocht. Bild dient als Beispiel, Nummern weichen ab.
Die späteren Aktien finden Sie unter "Nordstern Lebensmittel".

 > Diese 1985er Ausgabe ist die deutlich seltenste der Hochseefischerei Nordstern AG. Hier sogar noch mit dem > restlichen Couponbogen.

 

 

Rheinelektra Aktiengesellschaft, Mannheim
Die heutige Rheinelektra AG wurde im Jahr 1897 als Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG gegründet. Seit ihrem Bestehen ist die Rheinelektra ein führender Energieversorger Südwestdeutschlands, des Rhein-Main Gebiets und des Rheinlands. 1917 erfolgte die Umfirmierung in "Rheinische Elektrizitäts-AG", ab 1966 dann, gleichzeitig mit der Einführung von 50-DM Nennwert Aktien (1968) die Umbenennung in Rheinelektra Aktiengesellschaft.
Unter diesem Namen sind die Jahrgänge 1968, 1970 (beide Probedrucke Nr. 000) und der Jahrgang 1983 bekannt. Die Aktien sind ausdrucksvolle Sicherheitsdrucke mit kontrastreicher Optik und herrlicher dekorativer Bordürengestaltung.
Der 1983-er Jahrgang ist allen Sammlern bekannt, aber auch diesen gibt es als  > Probedruck  mit  > Couponbogen und er ist deutlich seltener (R9) als die gelaufenen. Nadelperforation, unbeschädigtes Trockensiegel, die Nummer 0000 und die rückseitige Bedruckung "Probedruck Oldenburg" kennzeichnen typischerweise diese speziellen und raren Zertifikate.

 

 

Bayer - Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen
Die Bayer Aktien der DM-Zeit wurden als filigraner Sicherheitsdruck bei Giesecke & Devrient hergestellt.

Nach der Auflösung der I.G. Farben durch die Alliierte Hohe Kommission 1950 wurde das Unternehmen neu aufgebaut.
Die umfangreichen Aufgaben und Arbeiten zur Entflechtung der I.G. Farben waren im Jahr 1955 endgültig abgeschlossen und es wurden von den Chemieunternehmen wie Bayer, BASF oder Hoechst erstmals neue Inhaberaktien ausgegeben.

Vorher gab es von allen auch  > diese Namensaktien des Jahrgangs 1953.

Bei allen 4 Gesellschaften (Bayer, BASF, Hoechst, Casella) gab es 1952 quasi eine Neugründung mit lediglich je 100.000 DM Grundkapital. Danach "explodierte" das Grundkapital durch eine Sachwerteinlage aus dem Vermögen der IG Farben.
Bei BASF waren das 1953 z.B. 340 Millionen DM. Bei der Umstellung auf Inhaberaktien 1955 kamen weitere 170 Millionen Grundkapital dazu. Die Namensaktien des Jahres 1953 waren auf die jeweiligen Liquidatoren ausgestellt, für den Anteil der Bayer war Dr. Walter Schmidt aus Düsseldorf zuständig.
Diese 1953-er Namensaktien der Chemiefirmen sind eher selten und mir nur als Blankodrucke begegnet. Die Namen der Liquidatoren sind eingetragen, eine Nummer fehlt.

 

 

Stadtsparkasse Hannover
Die Sparkasse Hannover ist eine der größten Sparkassen in Deutschland und hatte im Jahr 2017 rund 1850 Mitarbeiter. Sie wurde 1823 als "Spar- und Leih-Casse in der Königlichen Residenzstadt Hannover" gegründet und gehört zu den ältesten Instituten in der deutschen Sparkassengeschichte.
Zum 175-jährigen Jubiläum hat die Stadtsparkasse Hannover im Jahr 1998 hochdekorative Inhaber-Schuldverschreibungen in mind. 4 Nennwerten ausgegeben. Abgebildet ist das Bild "Pferde und Adler" von Franz Marc, das im Original im Sprengel Museum in Hannover hängt.
Der Nennwert 5000 DM wird relativ selten angeboten, deswegen möchte ich ihn  > hier im Bild vorstellen.


 

Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main
Nach der kriegsbedingten Neugründung der Großbanken gab es im Jahr 1957 die ersten neuen Aktien in DM. Das erste Druckbild der Dresdner Bank blieb bis ins Jahr 1984 nahezu unverändert. Dabei sind alle alten Jahrgänge vor 1983, also von 1957 bis 1977 (insgesamt 11 Emissionen in diesem Zeitraum) alle selten, viele sehr selten. Insbesondere auch wenn es um gelaufene (nummerierte) und gut erhaltene Stücke geht. Im Infoticker 2016 hatte ich bereits einige der Papiere vorgestellt, damals vorwiegend auch die großen Nennwerte 100.000 DM.

Nun sind seit langer Zeit zuletzt mal wieder ein paar der seltenen Papiere aufgetaucht, Jahrgänge 1957, 1958, 1960, 1961, 1966, 1973, und 1974. Diesmal nur die normalen "kleinen" Nennwerte 50, 100 oder 1000 DM und teilweise nur 1-2 Stücke. Stellvertretend möchte ich heute zwei davon im Bild vorstellen, die  > 100 DM von 1957  und die  > 1000 DM von 1974.

Wer bei den 100.000-ern bis 1961 genau hinschaut (Bilder müssten noch über den 2016-er Ticker erreichbar sein), wird feststellen, dass es diesen Nennwert mal als 100 Aktien a 1000 DM (z.B. 1957) und auch als 1000 Aktien a 100 DM (z.B. 1958) gibt, vielleicht also auch die jeweils andere Stückelung pro Jahrgang, die mir bislang nicht begegnet ist. Ab 1968 sind dann alle großen Nennwerte nur noch in der Stückelung 2000 x 50 DM.

 

 

Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft
Von der Gesellschaft die zur Gelsenberg AG wurde (keine Aktien bekannt) und ab 1974 unter den Fittichen der VEBA landete sind im Sammlermarkt aus der DM-Zeit 3 Jahrgänge bekannt (1953, 1956, 1969). Die Papiere wurden bei R. Oldenbourg in München hergestellt.
Bei mir landete vor einiger Zeit ein  > ganz besonderes Exemplar davon, völlig original, unentwertet und mit restlichen Coupons. Nach einiger Recherche stellte sich folgendes heraus:
Am 27.6.1981 gab es ein Spruchverfahren in dem eine Abfindung für die Gelsenberg Aktien festgelegt wurde mit einer 30-jährigen Laufzeit. Die Abfindungsansprüche sind somit im Jahr 2011 verjährt.

 

 

Kammgarnspinnerei Stöhr, Wuppertal - Stöhr AG, Mönchengladbach
Nachtrag zu den Artikeln des Jahres 2017:
Aus dem Jahr 1991 gibt es einen großen Nennwert 50.000 DM (1000 x 50 DM), als Blankostück und es wurden wohl auch eine kleine Menge "gelaufene" ausgeliefert. Von beiden Versionen ist allerdings nur ganz wenig Material im Umlauf. Ich kann heute die Blankoversion  > hier im Bild vorstellen.
 

 

Aktiengesellschaft für Chemische Industrie, Gelsenkirchen-Schalke
Die im Markt bekannten Aktien sind aus den Jahren 1984, 1986 und 1991 mit dem Ausgabeort Saarlouis. Der erste DM Jahrgang des Jahres 1950 stammt noch aus Gelsenkirchen-Schalke und ist im Sammlermarkt bislang nahezu unbekannt. Er könnte zur Zeit noch R 11 sein, wobei diese Mengenangabe immer mit äußerster Vorsicht zu genießen ist. "Extrem selten" trifft hier aber in jedem Fall zu.
 > Hier das Bild er 1000-er von 1950, eine 100-er müsste es auch noch geben, wie es aussieht ist die aber bislang nicht aufgetaucht.

 


Daimler Benz AG
Bekanntermaßen findet man von den 100 DM Aktien der Daimler Benz AG im Sammlermarkt fast nur den Jahrgang 1952, und den auch nur in oft bescheidenem Erhaltungszustand. Alle anderen Jahrgänge sind echte Raritäten, insbesondere als gelaufene Stücke. Zuletzt hatte ich ein Papier des Jahrgangs 1965 in herausragender Erhaltung, ungelocht und mit den restlichen Coupons die beim Umtausch in DaimlerChrysler Aktien noch übrig waren. Marktverfügbarkeit schwer einzuschätzen da vielleicht früher ausgelieferte Stücke noch irgendwo liegen. Trotzdem wohl derzeit nicht mehr als 5 Papiere bei Sammlern.

 > Hier die Aktie - und  > hier die Coupons im Bild.

 

 

ReVITAL Aktiengesellschaft Medizin Service, Hamburg
Die Gründung der ReVITAL Medizin Service als Aktiengesellschaft erfolgte 1996 in Hamburg. Dafür wurden diese Aktien gedruckt.
Das Gründungskaptital betrug 1 Million DM.
Tätigkeitsbereich war die Handelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen und orthopädischen Artikeln und Laborbedarf, Ärztebedarf, Dentalbedarf, zahnärztlichen Instrumenten, Krankenhaus- und Altenpflegebedarf und der Handel mit medizinischen und technischen Waren und Geräten.
Anfang 1999 wurde man im Handelsregister Mannheim eingetragen, nachdem der Firmensitz nach Weinheim (Baden-Württemberg) verlagert wurde. Eine Börsennotiz der Gesellschaft hat es nie gegeben.
Aktien von ReVital gibt es im Sammlermarkt nur in diesem einen Jahrgang und Nennwert. Es sind Blankopapiere, hergestellt von Giesecke & Devrient als Guillochendruck mit Trockensiegel und der für diese Druckmuster typischen vollflächigen G&D Bedruckung auf der Rückseite. Kleine Lochungen zur Entwertung.  > Vollständiger Couponbogen  ist in der Regel dabei.
Von  > diesen Zertifikaten gibt es nur ganz wenige, vermutlich im 1-stelligen Bereich (R9). Gelaufene (nummerierte) Aktien der Gesellschaft sind nicht bekannt.

 

 

MWB Messwandler-Bau Aktiengesellschaft, Bamberg
Die Messwandler-Bau wurde im Jahr 1946 als GmbH in Bamberg gegründet. 1983 wurde MWB in eine AG umgewandelt. Das Stammkapital wurde komplett in Aktien umgewandelt. Eine öffentliche Börsennotiz gab es nicht, alle Aktien blieben in Familienbesitz. Die MWB Firmengruppe wurde 1993 komplett an Trench Electric Canada verkauft. Diese kauften zum gleichen Zeitpunkt den Schweizer Wettbewerber Haefely und formten unter Ausnutzung von Synergieeffekten die neue Trench Electric, die dann später an Siemens weiterverkauft wurde, aber unter Trenchgroup arbeitet. Vor dem Verkauf wurde die MWB AG wieder in eine GmbH umgewandelt.
Die Jahrgänger 1983 (Gründer), sowie zwei KEH 1984 und 1991 sind im Sammlermarkt bekannt. Die Aktien sind selten und bislang nicht katalogisiert, das Angebot ist dünn.
Heute stelle ich Ihnen im Bild die > Gründeraktie 1983 vor, die beiden anderen Jahrgänge sind zur Zeit > im Shop verfügbar.

 

 

In eigener Sache
seit 25. Mai 2018 gilt die neue einheitliche EU-Datenschutzverordnung.
Daher gibt es seit diesem Tag auch bei mir eine neue Datenschutzerklärung:
https://www.sammleraktien-online.de/html/de/service/datenschutz/ 

Aufgrund der Vorschriften ist diese zwar deutlich länger als die bisherige Version, geändert hat sich in der Praxis aber nichts.
Bei mir werden schon bisher keine personenbezogenen Daten gesammelt außer denen die zur Auftragsabwicklung, zum Versand und zur Kommunikation mit den Sammlern notwendig sind. Es gibt im Shop keine Tracking-Funktionen, keine Tools zur Aktivitätenverfolgung oder zur Analyse des Nutzerverhaltens.
Es werden von mir keine Daten oder Adressen verkauft oder in irgend einer Form weitergegeben.

Wer die Infomail nicht mehr erhalten möchte konnte sich schon bisher durch eine einfache Email an info@sammleraktien-online.de vom Verteiler abmelden. Das wird auch in Zukunft so gehandelt und funktioniert i.d.R. problemlos.

Bitte geben Sie beim Abmelden vom Newsletter möglichst Name, Vorname und die Emailadresse an, an welche die Infomail geschickt wurde. Durch Heirat ändern sich oft die Namen, oder jemand sendet seine Abmeldung von einer anderen Mailadresse als die Empfängeradresse war. So wird das Auffinden der richtigen Adresse manchmal erschwert.  

 

 

Jenoptik AG, Jena
Eine der optisch interessantesten Aktien der DM-Zeit die sich in jedem Sammleralbum wieder findet. Lange Zeit gab es praktisch nur die unentwertete 1-er aus Auslieferungen. Erst im Jahr 2009 kamen nach der Kraftloserklärung der gedruckten Urkunden auch die größeren Nennwerte in den Sammlermarkt, jetzt natürlich entwertet und ohne Coupons.

Wenig überraschend stammt der Druck aus dem Hause Schleicher & Schuell in Einbeck, eine Druckerei die für Ihre modernen und extravaganten Designs bekannt ist. Von dort gibt/gab es auch einen Probedruck der Aktien den man anzahlmäßig deutlich niedriger einstufen muss als die ausgelieferten oder gelochten Stücke. Meiner Einschätzung nach R 9, eher sogar R 10. Sie tragen die Nummer 0000, den kleinen Specimen-Aufdruck von Schleicher, Wasserzeichenpapier und rückseitig den Druck von Schleicher für die Probedrucke.

Hier die Bilder - > 5 DM,   > 50 DM,   > 500 DM  und zwei große Werte die gelaufen wenig oder nicht bekannt sind: gelaufen auch bekannt ist die > 5000 DM  und gelaufen vermutlich nicht bekannt die  > 50000 DM  und als Beispiel noch der Couponbogen der 5000 DM.  Die Bögen gab es zu allen Stücken.


 

Aachener Strassenbahn und Energieversorgungs-AG, Aachen
Die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) betreibt den Nahverkehr in der StädteRegion Aachen. Firmeninfos bei Artikel 9007 im Shop, soweit jeweils verfügbar.

Im Sammlermarkt sind bislang die Emissionen 1954 (3 Nennwerte) und 1961 (Nennwert 100 DM) bekannt. Der Druck stammt von R. Oldenbourg aus München. Im Unterdruck sieht man einen elektrischen Strassenbahnwagen. Besonders ausdrucksvoll ist das farbige Trockensiegel mit dem Firmenlogo. Die Aktie ist auf Wasserzeichenpapier gedruckt, völlig original erhalten und nicht entwertet.
> Hier die 100 DM von 1961.

 


Daimler-Benz AG
Zuletzt gab es endlich mal wieder ordentlich Nachschub bei den DM-Aktien von Daimler Benz. U.a. aus einer alten Sammlung sind derzeit praktisch wieder mal alle Jahrgänge der 1000-er verfügbar, aber auch ungelochte 100-er, 50-er und 5-er und/oder auch Stücke mit den Coupons die bis zuletzt verwendet wurden (Bogen gedruckt 1987, vorhanden 68-70 + Erneuerungsschein).

Die Papiere sind den meisten Sammlern zwar zu teuer, aber es sind alles top-erhaltene Stücke, was insbesondere bei den blauen 1000-ern alles andere als selbstverständlich ist.
> Hier die Übersicht

 

 

Leica Camera AG, Solms
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Von der hochdekorativen Leica Aktie gibt es die die 1-er (5 DM Nennwert) und die 100-er (500 DM Nennwert) derzeit zu
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Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart-Zuffenhausen
Ein paar Worte zur Beliebtheit effektiver Aktien. Von der wunderschönen Porsche Aktie des Jahres 2008 wurden bis heute fast 3500 effektive Stücke der 1-er ausgeliefert. Die Clearstream hat bei den Nummern vorne angefangen,  meine ersten Stückenummern im Herbst 2008 lagen in den 30-er und > 40-er Bereichen. Danach ging es stetig aufwärts, heute bekomme ich bei den 1-er Stücken Nummern mit über 3400 und beim Couponbogen wurden bereits mehr als die Hälfte abgeschnitten (beginnt jetzt bei 12).

Bei mir im Shop gehen schätzungsweise 90% der Stücke an Porschefahrer oder Porsche-Liebhaber, mal als Geschenk, oft aber auch für sich selbst gekauft. Sehr viele Papiere waren aber sicher auch Einzelauslieferungen und selbst die 10-er (hatte ich 2017 im Bild vorgestellt) wurde von Liebhabern zur Auslieferung geordert. Hier habe ich aber keinen Anhaltspunkt über die Stückzahlen.

Jedenfalls besteht aus meiner langjährigen Erfahrung die Erkenntnis, dass aus solchen Stückzahlen von "effektiven Aktionären" immer der eine oder andere später weitere Papiere kauft und sich vielleicht sogar im Sammlermarkt wieder findet.
Schade nur, dass mit dieser Porsche Aktie im Jahr 2008 praktisch die letzte gedruckte Aktie einer bekannten deutschen Firma neu auf den Markt kam. Stellen Sie sich vor Bayern München ginge an die Börse - mit einer optisch attraktiven gedruckten Aktie - das würde enormen Zulauf bringen.


 

 

Graphitwerk Kropfmühl AG, München
Gründung 1870 und industrieller Beginn des Graphitabbau in Kropfmühl bei Passau, Bayern. 1916 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Die Gesellschaft betreibt das einzige Bergwerk für makrokristallinen Graphit in der EU. Zudem ist man beteiligt an Graphitbergwerken in China, Sri Lanka und Zimbabwe. Gang an die Börse im Dezember 1997 am geregelten Markt in Frankfurt.

Im Jahr erfolgte 2012 der Squeeze-out im Zusammenhang mit einer Verschmelzung auf die AMG Mining AG und die Einstellung der Börsennotiz. Der Abfindungspreis betrug knapp 32 EUR.
Alle früheren DM-Aktien (1952, 1964) wurden nicht öffentlich an einer Börse gehandelt, deswegen sind diese praktisch nur als Blankostücke im Sammlermarkt bekannt. Das Kapital war bis zum Börsengang 1997 (Aktien wurden erst 1998 gedruckt) fast ausschließlich in Familienbesitz.

Die neue Emission wurde dann in 5-DM Nennwerten ausgegeben und später bis zum Delisting als Stückaktien an der Börse München gehandelt.
Als Blankopapiere/Ersatzaktien, ohne Nummer, ungelocht, rückseitig zur Entwertung gestempelt gibt es die 100 DM und 1000 DM von 1952 und die 1000 DM von 1964. Durch Auslieferung vor vielen Jahren ist die neue Aktie 5 DM von 1998 bekannt. Größere Nennwerte/Stückelungen der letzten Emission (die es ganz sicher gab) sind mir bisher nicht begegnet, weder entwertet noch unentwertet oder als Blankette.
 

 

 

Wolldeckenfabrik Weil der Stadt AG
Bereits im Oktober 1998 wurde die Börsennotiz von Wolle Weil eingestellt. Nur wenige Jahre zuvor notierte die Aktie um die 200 DM (pro 50 DM Nennwert). In den letzten 2-3 Wochen ihres Börsendaseins kostete die Aktie immer noch zwischen 2 und 3 DM, erreichte nie Pennystockniveau.
Eine 1000-er Aktie (20 x 50 DM Nennwert) hatte also bis zuletzt immer noch mind. 40,00 DM bis 60,00 DM gekostet. Die endgültige Einstellung der Notiz am Börsenplatz Stuttgart erfolgte schnell, quasi über Nacht und für viele somit sehr überraschend.
Daher waren insbesondere die 1000 DM Aktien lange ziemlich rar und selten. 40-60 DM pro Stück (+ Nebenkosten) für eine Auslieferung war damals kaum jemand bereit auszugeben. Große Aktienpakete verblieben daher einfach in den Depots der Altaktionäre. Teilweise wurden den Aktionären die Aktien sogar ausgebucht, manchen Berichten zufolge ohne Rückfrage. Über die Situation hatte ich schon mal berichtet.

Die ersten 1000-er in nennenswerter Stückzahl sind mir erst Anfang 2017 angeboten worden (1966 + 1976), zuletzt kamen dann auch noch die weiteren Emissionen 1952 und 1985 aus Depots von Altaktionären auf den Markt (ebenfalls 1000 DM Nennwerte). Vermutlich fehlt aber noch immer die gelaufene 1000 DM von 1956, bislang ist sie nur als Blankopapier bekannt.

Die den ausgelieferten Aktien beiliegenden Couponbögen sind alle erst 1985 gedruckt worden (mit der letzen Emission), es sind die Abschnitte 35-50. Der erste originale Couponbogen der 1952-er war vermutlich ein alter 10-er Bogen mit großen Coupons.
Ein wenig zur Firmengeschichte gibt es noch > hierAuf weitere Bilder verzichte ich im Moment, da inzwischen sicher alle verfügbaren Papiere bekannt sind.
Edit: Der Link zur Firmengeschichte funktioniert wieder.

 

 

MIWAG Mittelständische Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Gärtringen
Die MIWAG Mittelständische Beteiligungs-Aktiengesellschaft war ein Unternehmen das sich an Firmen aus der Nahrungsmittelbranche beteiligte mit Schwerpunkt auf den Bereich Frischwaren wie Obst und Gemüse. Über einen längeren Zeitraum war die Handelsmarke "bionatura" auf die Miwag registriert.
Die AG Gründung erfolgte im Jahr 1987 in Gärtringen (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg). Dabei wurden diese Aktien gedruckt. Es ist die einzige im Sammlermarkt bekannte Emission der Gesellschaft in den Nennwerten 50 DM und 2500 DM (50x50).
Es sind Blankopapiere, hergestellt von Giesecke & Devrient als Guillochendruck mit Trockensiegel und der für diese Druckmuster typischen vollflächigen G&D Bedruckung auf der Rückseite. Ausdrucksvolle optische Gestaltung. Kleine Lochungen zur Entwertung. Ein vollständiger Couponbogen wird mitgeliefert.
Alles in allem für Sammler von wirklich seltenen Papieren ein echtes Highlight. Hier ist praktisch auszuschließen, daß irgendwo her Material in nennenswerten Mengen nachkommt. Von diesen Zertifikaten gibt es nur ganz wenige, meist im 1-stelligen Bereich. Gelaufene (nummerierte) Aktien der Gesellschaft sind bislang nicht bekannt.

Die Aktien  > 50 x 50 von 1987  und  > 50 DM von 1987

 

 

Knoeckel, Schmidt & Cie AG, Lambrecht
Ehemalige große deutsche Papierfabrik. Alten Börsianern ist die Knoeckel, Schmidt & Cie. AG als börsennotiertes Unternehmen noch aus den 1980-er Jahren wohl bekannt. Die Gründung erfolgte bereits 1888 in Lambrecht in der Pfalz. Die Aktiengesellschaft entsteht 1923 unter Übernahme der "Knoeckel, Schmidt & Cie. G.m.b.H."
Das Unternehmen wird 1995 wieder in eine GmbH umgewandelt, im August 2000 beantragt die Geschäftsleitung das Insolvenzverfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. Später als leerer Aktienmantel von der WCM vermittelt und in die GAB umfirmiert. Das operative Geschäft der Papierfabrik wurde zuvor von der Robert Cordier AG übernommen und ging bis zum Konkursantrag im August 2000 weiter.
Die neuen Inhaber-Stammaktien stammen aus dem Mai 1976 und sind in zwei Nennwerten bekannt. Frühere Emissionen gibt es aus den Jahren 1955 und 1956, diese sind nur als Druckmuster bekannt.
Aus dem Jahr 1976 gibt es noch eine zweite Emission vom Juni, zumindest im Nennwert 1000 DM.
Als Bild ist derzeit leider nur die  > Mai-Ausgabe 1976 verfügbar.

 

 

Turol Kraftstoff-Vertriebs- und Handels-Aktiengesellschaft, München
Die Turol Kraftstoff-Vertriebs- und Handels-Aktiengesellschaft wurde am 29.5.1959 gegründet und am 27.8.1959 in München eingetragen. Das Gründungskapital betrug 200.000 DM, eingeteilt in 200 Namensaktien zu 1000 DM die zu 100% in Gründerhand (Fam. Hieber, Theiseen u.a.) waren. Die Aufsichtsräte waren teils Schweizer Herkunft.
1960 wurden dann diese Inhaberaktien als Stamm- und als Vorzugsaktien ausgegeben. Die Stämme verblieben vermutlich weiter zu 100% in Gründerhand, die Vorzüge dienten der Kapitalbeschaffung von externen Geldgebern. Eine öffentliche Börsennotiz gab es nicht.
Die Gesellschaft betrieb den Groß- und Einzel Handel mit Kraftstoffen, Heizöl, Schmierstoffen und betrieb Tankstellen und Tanklager. Über den späteren Fortgang des Geschäftsbetriebes ist wenig bekannt. Da die im Sammlermarkt verfügbaren Aktien unentwertet sind und aus dem Umfeld der "VOME Effekten Holding" und deren Betreiber Hans-Eberhard Volkmann stammen ist davon auszugehen dass von Turol nach Insolvenz oder Einstellung des operativen Geschäftes nur noch der Aktienmantel verblieb und dieser spekulativen Zwecken diente. Eine spätere Aktienemission bzw. Kapitalerhöhung mit Aktienneudruck nach 1960 gab es jedenfalls nicht mehr.
Die Aktien wurden bei Giesecke & Devrient in München gestaltet und gedruckt. Sie sind optisch sehr ausdrucksvoll. Wasserzeichenpapier und Trockensiegel mit Firmenlogo. Nicht entwertet. Größere Mengen dieser Papiere sind bislang nicht bekannt.
 > Hier ein Bild der Vorzugsaktie.

 

 

Creaton Aktiengesellschaft, Wertingen
Von Creaton sind 4 Stückelungen des 5 DM Nennwertes bekannt, 1-er, 10-er, 20-er und 100-er, alle Jahrgang 1995, hergestellt in der Bundesdruckerei.
Einem langjährigen und erfahrenen Sammler ist aufgefallen, dass die jeweils zwei Vorstandsunterschriften auf den beiden kleinen Stücken andere sind als auf den beiden größeren obwohl Druckbild und Ausgabedatum identisch sind. Ob es Absicht war oder ein Versehen der Druckerei ist bislang nicht bekannt.
Das "Phänomen" betrifft im Übrigen sowohl die nummerierten Stücke als auch die Probedrucke bzw. Specimen.

Hier mal zwei Bilder auf denen man es direkt vergleichen kann: Die > 5-er  und die > 100-er. Erfreulich dass es Liebhaber gibt, die Ihre Papiere so genau ansehen.

 

 

Heidelberger Zement Aktiengesellschaft, Heidelberg
Größter deutscher Zementhersteller. Seit 2003 heißt die Heidelberger Zement AG jetzt knapp und modern "HeilbergCement".
Diese Aktien stammen aus der Zeit als man noch als Heidelberger Zement Aktiengesellschaft firmierte. Es sind die Jahrgänge 1979, 1991 und 1997 bekannt, die meisten davon eher selten und nur als Druckmuster aus dem Druckereiarchiv. 1991 und 1997 wurden Stämme und Vorzüge emittiert. Sicherheitsdruck mit dreidimensionalem Trockensiegel von Giesecke & Devrient, herrliche ausdrucksstarke Bordürengestaltung.

Die Jahrgänge variieren im Druckbild etwas.
Von diesem Jahrgang 1991 war lange nur nur die 1000-er als nummerierte Version bekannt. Dieser kleine Nennwert ist nur in kleinster Stückzahl im Markt verbreitet (15-20 Papiere, R8).
Hinweis: Die Aktien sind durch rückseitigen roten Stempel entwertet der etwas nach vorne durchscheint.
> Hier die Vorzugsaktie 50 DM von 1991


 

Daimler Benz AG, Stuttgart
Die meisten von Ihnen werden die  > Geschichte zu den DM-Aktien von Daimler-Benz  kennen, wer nicht kann sie jetzt auch dauerhaft im Infobereich bei den Finanzmarktgeschichten nachlesen.

Geschrieben wurde das schon vor vielen Jahren, ist aber noch immer aktuell. Was noch fehlt sind Infos zu den Globalurkunden die im Sammlermarkt praktisch nur als Probedrucke existieren, ich werde das bei Gelegenheit noch ergänzen.

Nachtrag: Die Ergänzung zu den Globalaktien ist bereits fertig und steht am Ende des Artikels.




Hochseefischerei Nordstern AG - Frosta, Bremerhaven
Die Gesellschaft wurde bereits 1905 zum Fang, der Verwertung und dem Verkauf von Seefischen gegründet. Die ehemals 12 Dampfer starke Flotte schrumpfte nach dem Krieg auf 3 Schiffe zusammen. Da die Umsätze und Erträge in der Hochseefischerei immer mehr zurückgingen änderte man im Laufe der 1980-er Jahre das Betätigungsfeld ausgehend vom ursrünglichen Produkt "Fisch" und spezialisierte sich auf Nahrungs-Tiefkühlrodukte im Lebensmittelbereich. Der Name Nordstern blieb zunächst erhalten und lautet ab 1989 Nordstern Lebensmittel AG. 1997 erfolgte dann die Umfirmierung in die heute mit ihren Markenartikeln bundesweit bekannte Frosta AG, ein Markenname, den man im Bereich Tiefkühlkost bereits frühzeitig sehr erfolgreich etabliert hatte.
Unter der Firmierung Hochseefischerei Nordstern kennt der Sammlermarkt 3 Aktienjahrgänge aus 1952, 1972 und 1985, gefolgt von der 1989-er Emission unter dem Namen Nordstern Lebensmittel AG. Die Aktien wurden bei Oldenbourg in München hergestellt und sind in der Regel vorzüglich erhalten. Im Trockensiegel zur Entwertung gelocht.

Hinweis: Die > 1985er Ausgabe ist die deutlich seltenste der Hochseefischerei Nordstern AG.  Hier sogar noch mit dem restlichen > Couponbogen.

 

 

Norddeutsche Kundenkreditbank Aktiengesellschaft, Hannover
Die Bank wurde 1950 als Niedersächsische Kundenkredit GmbH in Hannover gegründet. Ab 1954 lautete der Name Norddeutsche Kundenkreditbank GmbH (NKK-Bank). Sie wurde 1957 in eine AG umgewandelt.
1983 wurde die NKK Bank AG mit der WKV Waren-Kredit-Bank GmbH Hannover und Berlin sowie der WKV Kredit-Bank GmbH Frankfurt zur Allbank fusioniert.

Die Allbank kam dann im Rahmen der Expansion der Berliner Bank in den Einflussbereich der späteren Bankgesellschaft Berlin. Als Allbank hatte man Bundesweit rund 120 Filialen. 2003 wurden knapp 100% der Allbank von General Electric übernommen und nach einem Squeeze-out mit der GE Bank aus Köln verschmolzen. Das neu entstandene Institut firmierte seit 2004 unter dem Namen GE Money Bank, diese verschmolz 2009 mit der Santander Consumer Bank.

Ab 1957 bis 1973 gab es 4 Aktien-Emissionen, jeweils in 2-3 Nennwerten, zumeist nur als Probedrucke im Sammlermarkt bekannt. Hier einige dieser seltenen Blankodrucke aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Guillochendruck, ungelochtes Papier somit unbeschädigtes Trockensiegel und rückseitiger kleiner "ungültig" Stempel kennzeichnen diese raren Aktien. Minimale Auflage im 1-stelligen Bereich, alle ziemlich selten, R 9 - 2017

Hier die aktuell verfügbaren Bilder:
  > 1000 DM von 1957,    > 100 DM von 1960,    > 1000 DM von 1973

 

 

 

Martest Film Aktiengesellschaft, Frechen
Die Martest Film Aktiengesellschaft war im Filmvertrieb und der Filmvermietung tätig. Man handelte mit Film-Vertriebsrechten und Lizenzen und wollte Filme, Videos und Fernsehsendungen produzieren. Der Firmensitz befand sich in Frechen-Königsdorf.
Die AG Gründung erfolgte 1991 und wurde am 2.Juli diesen Jahres ins Handelsregister eingetragen. Das Kapital betrug 2.733.700 DM, 1992 und 1993 sollte es noch zwei (kleine) Kapitalerhöhungen geben, von denen aber nicht viel untergebracht werden konnte. Durch Konkurseröffnenden Beschluss des Amtsgerichts Bergheim wurde die Gesellschaft Ende Dezember 1998 wieder aufgelöst und 2004 aus dem Handelsregister gelöscht.

Aktien gibt es aus den Jahren 1991, 1992 und 1993. Es sind Blankopapiere, hergestellt von Giesecke & Devrient als Guillochendruck mit Trockensiegel und der für diese Druckmuster typischen vollflächigen G&D Bedruckung auf der Rückseite. Kleine Lochungen zur Entwertung. Vollständiger Couponbogen ist dabei. Gelaufene (nummerierte) Aktien der Gesellschaft sind mir nicht bekannt.

Hier die > Aktie 1000 DM von 1991 und  > der Couponbogen dazu.

 

 

Teutonia Zementwerk Aktiengesellschaft, Hannover - Misburg
Die Werke HPC und Teutonia in Misburg wurden 2004 von der HeidelbergCement AG übernommen. Zu diesem Zeitpunkt produzierte Teutonia mit 155 Mitarbeitern rund 700 000 Tonnen Zement.
Unter dem alten Namen "Teutonia Misburger Portland-Cementwerk" gibt es aus der DM-Zeit ab 1961 = 4 Jahrgänge, plus eine Emission aus 1991 der neuen Teutonia Zementwerk AG. Die Aktien wurden von Giesecke & Devrient in München gedruckt. Wasserzeichenpapier, Trockensiegel, guter Erhaltungszustand. Oben und unten mit Abbildung des Herrmannsdenkmals aus dem Teutoburger Wald.
Von der 1991er gibt es Stämme und Vorzüge, jeweils in  > 50   -  > 100  -   > 1000 DM Nennwert. Bilder zur Zeit leider nur von den Vorzügen verfügbar.

 

 

Weru Aktiengesellschaft Rudersberg
Weru ist einer der bekanntesten deutschen Hersteller von Fenstern, Balkon- und Haustüren.
Die Ursprünge gehen zurück bis ins Jahr der Gründung durch Christian Friedrich Eppensteiner - es war 1843. Ab 1960 beginnt die "heutige" Zeit mit der Aufnahme der Kunststoff-Rollladen-Fertigung, 1969 wird das Warenzeichen "Weru" eingetragen, 1972 Beginn der Isolierglasherstellung und 1979 Aufnahme der Aluminium-Haustüren-Produktion.
Die AG-Gründung und die Aufnahme der Börsennotiz erfolgt im Jahr 1989, die Rechtsform wird aber bereits ab 2006 wieder in eine GmbH geändert, die Börsennotitz wird im Dezember 2006 wieder eingestellt.
Die optisch markanten und hochdekorativen Aktien wurden bei Schleicher & Schuell in Einbeck entworfen und gedruckt. Im Sammlermarkt sind bis heute nur diese Specimen in drei Nennwerten bekannt (50, 20x50, 50x50 DM). Ob es für den Börsenhandel überhaupt gelaufene (nummerierte) Stücke gab ist nicht bekannt. Druck auf Wasserzeichenpapier (S&S Pferdchen), großes Trockensiegel in Form einer Rundbogen-Haustüre.  Nr. 0000, bis auf den Specimen-Aufdruck keinerlei weitere Entwertung.
Hier ein Bild des kleinen Nennwert  > 50 DM.

 

 

Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Seit ca. 2010 habe ich einen Kontaktpartner der über das BVB-Management um Michael Zorc Zugang zum Mannschaftskader und zu den Trainingseinheiten hat.
Auch wenn die signierten BVB-Aktien eher Fanartikel als Sammlerstücke für Aktiensammler sind möchte ich heute welche davon vorstellen.

Hier die Version aus der Saison > 2010/2011 mit 14 Unterschriften aus dem damaligen Mannschaftskader und hier die > Version der Spielzeit 2012-2013.

Fragen Sie mich nicht zu wem welche Unterschrift gehört. Ich bekam immer Folien auf denen die Namen in Klarschrift "übersetzt" waren. Die wurden aber natürlich beim Verkauf immer den Aktien beigelegt.

 

 

Maschinenfabrik Lorenz AG, Ettlingen - Baden
Lorenz hat eine lange und traditionsreiche Geschichte die bereits im Jahr 1875 beginnt. Seit 1971 gehörte die Maschinenfabrik Lorenz zur Schweizer Maag-Zahnräder AG. Ab 2000 als GmbH in Ettlingen Filial-Standort der Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten.

Aus der DM-Zeit gibt es fünf Aktienjahrgänge, 1953, 1960, 1965, 1972 und 1982 in den Nennwerten 800 DM und 4000 DM, ab 1965 kommt der NW 100 DM dazu. Alle sehr selten (R10/9 - 2017) und praktisch nur als Blanko-Druckmuster bekannt bis auf die 4000/1965 die in kleiner Anzahl möglicherweise auch als gelaufene im Sammlermarkt existiert.

Hier im Bild zwei Stücke aus der letzten Emission:  > 100 DM 1982  und  > 4000 DM 1982

 

 

Alno AG, Pfullendorf
Der Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann teilt am späten Abend des 5.1.2018  mit, dass der Kaufvertrag zwischen der ALNO AG und dem britischen Finanzinvestor RiverRock nunmehr vollzogen werden kann. Damit wird der am 18.12.2017 unterschriebene notarielle Kaufvertrag zwischen beiden Parteien wirksam. Der operative Betrieb geht als GmbH weiter.

Auf mehrfachen Wunsch wird ab sofort bis incl. Sonntag 14.1.2018 das Sammler-Sonderangebot an Alno Aktien nochmals aktiviert. Bitte einfach per Email an info@sammleraktien-online.de oder telefonisch bestellen mit Hinweis auf den DM-Ticker.

1 x 10er + 1 x 200-er zusammen 25,- EUR  frei Haus, Großbrief, Standardversand.

oder
1 x 1er + 1 x 10er + 1 x 200-er zusammen 28,95 EUR  frei Haus, Großbrief, Standardversand.

oder Einzelpreise:
200-er pro Stück 15,95 + 2,95 Versand, Großbrief, Standardversand.
  10-er pro Stück 9,95  + 2,95 Versand, Großbrief, Standardversand.

Das Angebot gilt für Bestellungen bis spätestens 14.1.2018 bzw. so lange Vorrat - Ausführung nach Bestelleingang.

Die Bezahlung erfolgt per Banküberweisung vorab und kann bei Stammkunden natürlich auf Rechnung erfolgen. Die Lieferung erfolgt kurzfristig innerhalb weniger Tage.

 

 

Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn Aktiengesellschaft, Lollar
Den alten Hasen unter den Sammlern ist dieses Papier längst bekannt, mir ist die Aktie erst vor einigen Wochen das erste Mal aufgefallen.
Die Aktie mit 1000 RM Nennwert stammt ursprünglich aus dem Jahr 1932, wurde bei Gebr. Parcus in München gedruckt und bis weit in die DM-Zeit hinein benutzt.

Der Nennwert wurde dabei auf 750,00 DM umgestellt und wenn man den Stempel auf der Aktie als Umstellungstermin annimmt so wäre das tatsächlich erst im Jahr 1978 passiert.
 > Hier ein Bild der Aktie.

 

 

Graphitwerk Kropfmühl AG, München
Von Kropfmühl sind im Markt zwei Aktienversionen bekannt, die alten Ausgaben 100 und 1000 von 1952 und die 1000 von 1964, alle drei nur als Blankopapiere, im Grunde echte Ersatzaktien ohne Nummer oder sonstige Kennzeichnung die dann später durch rückseitigen Stempel entwertet wurden und in den Sammlermarkt gelangten.
Version zwei ist die neue Emission des Jahres 1998 (Börsengang Dez. 1997) von der früher einige Stücke des kleinen  > Nennwert 5 DM (später als Stückaktien gehandelt) ausgeliefert wurden. Hiervon gibt es aber auch größere Stückelungen wie 10-er, 100-er etc. die bislang nicht im Sammlermarkt aufgetaucht sind, zumindest mir nicht bekannt sind.
Im Jahr erfolgte 2012 der Squeeze-out im Zusammenhang mit einer Verschmelzung auf die AMG Mining AG und die Einstellung der Börsennotiz. Der Abfindungspreis betrug knapp 32 EUR.
Die früheren DM-Aktien (1952, 1964) wurden nicht öffentlich an einer Börse gehandelt. Das Kapital war bis zum Börsengang 1997 fast ausschließlich in Familienbesitz.

 

 

Rauchwaren-Walter & Arnhold AG, Markranstädt bei Leipzig
Von der Gesellschaft gibt es aus dem Jahr 1923 die 1000 Mark Stammaktie die auf 20 Goldmark umgestellt wurde.
Im Barov-Bestand waren davon 17500 Papiere (+950 Vorzüge), es gibt aber vereinzelt auch unentwertete Stücke die bei den Altaktionären lagerten und die ungelocht blieben.

Busso Peus schreibt zu den Aktien sinngemäß:
Nach 1935 Stilllegung der Werksanlagen. Liquidation bis 1943 noch nicht beendet. 1990 Wiederinkraftsetzung der RM-Aktien. 1992 Forstetzung der AG als Rauchwaren Walter AG von 1899, Markränstädt. Feststellung der DM-Eröffnungsbilanz und Neufestsetzung des Grundkapitals von RM in DM. 1998 mit Firmensitz Köln in Liquidation (Rauchwaren-Walter AG i.L., Köln).

Die Reaktivierung erfolgte wohl wegen noch immer vorhandenem Grundstücksbesitz im Osten. Nach der Liquidation wurde die AG dann im Jahr 2003 aus dem Handelsregister gelöscht.
Da es keine anderen Aktien außer der 1923-er Emission gibt müssen diese Papiere mit der Wiederinkraftsetzung gültig geworden sein, im Grunde genommen auch die Barov-Bestände, da diese im Jahr 1990 noch unentwertet im Tresor lagen. Bedanke mich für Infos wenn jemand noch etwas mehr darüber weiß.
Hier ein Bild der  > unentwerteten Version.

 

 

Uzin Utz AG, Ulm, Donau
Von den Aktien der Utz AG gib es nur eine einzige Emission aus dem Jahr des Börsengangs 1997. Es sind die Nennwerte  > 5 DM,  20x5 DM  und  100x5 DM.
Die beiden großen gibt es meines Wissens im Sammlermarkt nur als Blankodrucke, die kleine 5-er wurde einige Male ausgeliefert und gelangte so in den Markt.

Uzin gehört zu den ausgelieferten Aktien die in den letzten Jahren eine beeindruckende Kursentwicklung an den Tag gelegt haben. Von unter 10 EUR nach dem Börsencrash 2000-2003 stieg der Kurs im Jahr 2017 bis auf 72 EUR und obwohl derzeit eine Konsolidierung angesagt ist, kann man aufgrund der hervorragenden Baukonjunktur davon ausgehen, dass auch 100 EUR als Kursziel nicht utopisch sind.
Sollte doch jemand ausgelieferte Stücke der größeren Nennwerte haben so ist eine Einlieferung eines Tages wohl absolut überlegenswert.

 

 

Main-Kraftwerke Aktiengesellschaft, Frankfurt-Hoechst
2001 schließen sich die Main-Kraftwerke AG, die Kraftwerk Altwürttemberg AG, die Kraftversorgung Rhein-Wied AG und die AfE Gesellschaft für Energiewirtschaft mbH zur Süwag mit Sitz in Frankfurt zusammen.

Aus der DM-Zeit sind nur zwei Aktien-Jahrgänge, 1962 und 1966 bekannt. Alle nur als Probedrucke aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient, von 1966 meist in hohen, aber "krummen" Nennwerten. 2-fache Abbildung des alten Firmenlogos (mKw). Die Aktien sind gelocht, prima erhalten, es ist der volle Couponbogen dabei. Von diesen Papieren sind jeweils nur ganz wenige Stücke bekannt, auch hier 1-stellig (R 9 - 2017). Ein absolutes Highlight für Branchen- Regional oder DM-Sammler.

Zwei der seltenen Papiere gibt es hier im Bild:  > 100 DM von 1962 und  > 1000 DM von 1962

 

 

Sedlbauer Aktiengesellschaft, Grafenau
Die > 50 DM Sedlbauer Aktie des Jahres 1989 ist seit vielen Jahren im Sammlermarkt bekannt. Es wurden früher einige Stücke ausgeliefert.

Am 30.6.2016 wurde der amtliche Handel der Aktie, wie bei anderen auch aus Kostengründen und zur Vermeidung vieler formaler Vorschriften, eingestellt. Die Aktie wird seitdem (1.7.2016) bei Valora in Ettlingen gehandelt. Allerdings gibt es direkt von Valora schon seit vielen Jahren keine effektiven Papiere mehr, so dass sich eine Auslieferung noch deutlich umständlicher gestaltet als über die Bank. Wer eine größere Stückelung möchte könnte es trotzdem auf diesem Weg versuchen, oder aber warten ob die Gesellschaft die Papiere irgend wann nach Kraftloserklärung zum Kauf anbietet.

 

 

Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München
Obwohl den meisten heute nur der Name "Siemens" bekannt und geläufig ist, heißt die Firma erst seit 1966 Siemens AG. Zuvor wurde der alte Name Siemens & Halske geführt.
Von 1966 bis 1996 gab es vermutlich 7 Aktienemissionen, fast nichts davon als gelaufene Stücke bekannt bis auf die 50 DM von 1966 und die 5 DM Nennwerte der letzten Ausgabe 1996.
Ich kann Ihnen heute ein seltenes Papier vorstellen das bislang kaum jemand kennt, eine gelaufene Aktie  > 50 DM aus dem Jahr 1973.  Und hier gibt es sogar noch  > die Coupons dazu.


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2018 - Vers. 4.01