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Informationen zur Maschinenfabrik Esslingen AG

Informationen zur Maschinenfabrik Esslingen AG

Maschinenfabrik Esslingen

Gegründet am 13.3.1846; eingetragen am 28. August 1866.

Herstellung von Lokomotiven, Triebwagen, Eisenbahnwagen, Eisenbahnsicherungen, elektrische Gleisfahrzeuge, Elektro-Fahrzeuge, Kolbenverdichter für Luft und für alle technischen Gase, vollständige Gastankanlagen, Kältemaschinen, Kohlensäure- und Trockeneiserzeugungsanlagen, Pumpen, Kesselanlagen, Stahlbrücken- und Stahlhochbauten, Grauguss, EK-Pakete.

Der 1813 geborene Ingenieur Emil Keßler gründete die Maschinenfabrik am 11. März 1846 in Stuttgart; vorausgegangen war eine Initiative des Königreichs Württemberg, eine vom damaligen Ausland unabhängige Eisenbahnindustrie zu schaffen. Keßler brachte einschlägige Erfahrung aus Karlsruhe mit, wo er seit 1837 Mitinhaber, ab 1842 Alleininhaber der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe war.

Im Oktober 1927 wurde zwischen der Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG, Wiesbaden, einerseits und der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG (MAN), sowie der Maschinenfabrik Esslingen andererseits eine Interessengemeinschaft vereinbart, die zum Inhalt hatte, die Produktion von Kälteaggregaten aller Firmen nur noch in der Maschinenfabrik Esslingen durchführen zu lasen.

Beteiligung 1943: Württembergische Gesellschaft für Elektrizitäts-Werke, Esslingen.

Großaktionär 1943: Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb, Nürnberg (Majorität).

In den 1960er Jahren beschließt die Maschinenfabrik Esslingen, den Bau von Schienenfahrzeugen aufzugeben. Die letzte Lok verlässt das Werk am 21. Oktober 1966. Zuletzt war die ME eine Tochtergesellschaft der Gutehoffnungshütte. Die Produktion von Flurförderzeugen wurde 1968 an die Still GmbH veräußert.

1965 erwarb die Daimler-Benz AG das Unternehmen zu 71%, um die Werksanlagen für ihre Produktion zu nutzen. Im Laufe der Jahre stockte Daimler auf 99,15 % auf und es gab nur noch wenige Restaktionäre.

Die Maschinenfabrik Esslingen AG war noch viele Jahre weiterhin börsennotiert, allerdings lediglich als Grundstücks- und Verpachtungsgesellschaft deren Verwaltungssitz nun in Schönefeld, Brandenburg war.

2003 erfolgte das Delisting von der Börse und die Auflösung der Gesellschaft. Ob bzw. wie viele Restaktionäre es zu diesem Zeitpunkt noch gab ist mir leider nicht bekannt.


Inhalt und Seitengestaltung © Joachim Hahn
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