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Kleine Geschichte zu den Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabriken

  ASS

Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabriken AG

 

Die Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabriken wurden bereits 1872 gegründet und hatte ihren Ursprung in Altenburg in Thüringen.

Bekannter Hersteller von Spielkarten wie Skat, Binokel, Schafkopf, Doppelkopf, Romme u.v.m. Ebenfalls Herstellung von Brett- und anderen Spielen. Seit den 1980-er Jahren in Leinfelden bei Stuttgart ansässig.

Nach der Enteignung 1945 wurde der Firmensitz in den Westen verlegt.

Seit Anfang der 90er Jahre kämpft das Traditionsunternehmen ums Überleben. Technologie, Computer und neue Interessensgebiete haben der Umsatz- und Ertragssituation der Unterhaltungsspiele schwer zugesetzt.

Über das Vermögen der Gesellschaft wurde am bereits am 1.8.1996 das Anschlusskonkursverfahren eröffnet.

1996 übernimmt der Spieleverlag "Ravensburger" die Firma F.X. Schmid und somit auch die Spielkartenfabrik Altenburg.
Die Produktionsstätte in Prien wird geschlossen und die komplette Fertigung von Spielkarten nach Altenburg verlegt. 2002 übernimmt der internationale Spielkartenhersteller Carta Mundi mit Hauptsitz in Turnhout, Belgien, zu deren Firmengruppe auch der ASS Spielkartenverlag gehört, von der Ravensburger Gruppe die Spielkartenfabrik Altenburg.

Damit werden die seit 1946 auf Grund der Nachkriegsergebnisse getrennten Firmen und Marken ASS und ALTENBURGER unter einem Unternehmensverbund wieder zusammengeführt. Seit Juni 2002 werden nun wieder die ASS-Spielkarten in Altenburg produziert.

Die Aktie wurde wechselnd, seit 2000 wieder teils zu relativ hohen Kursen von ca. 15 bis 25 Euro gehandelt. Der AG-Mantel der ASS gab immer wieder Anlass zu Übernahmespekulationen durch einen der damals einschlägigen "Verwerter" wie SPARTA, WCM etc.

Unter anderem war auch der aus der "Mantelszene" bekannte Investor Veith Paas mit über 10 % an ASS beteiligt.
 


 

Die Endgültige Abwicklung Ende 2015:

Am 02.05.1996 hatte die Gesellschaft bereits einen Antrag auf Durchführung des gerichtlichen Vergleichsverfahrens zur Abwendung des Konkurses wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Mit Beschluss vom 01.08.1996 wurde der Antrag vom Amtsgericht abgelehnt. Gleichzeitig hat das Amtsgericht Stuttgart nach §§ 19,102 VerglO das Anschlusskonkursverfahren eröffnet, dadurch wurde die Aktiengesellschaft aufgelöst, § 25 KO i.V.m. § 262 Abs. 1 Nr. 3 AktG. Herr Rechtsanwalt Dr. Hendrik Hefermehl wurde zum Konkursverwalter bestellt.

Im Rahmen einer sog. "übertragenden Sanierung" wurde der Geschäftsbetrieb einschließlich des immateriellen und materiellen Anlagevermögens sowie des Vorratsvermögens zum 01.11.1996 veräußert.

Das Konkursverfahren wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart vom 22.03.2012, veröffentlicht am 20.04.2012, nach § 163 KO wieder aufgehoben und die sich seit Eröffnung des Konkursverfahrens am 01.08.1996 in Abwicklung befindliche Gesellschaft an die Aktionäre zurück gegeben.

Herr Matthias Neumann wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart vom 02.10.2012 auf Antrag von Aktionären gemäß § 265 Abs. 3 AktG zum einzelvertretungsberechtigten Abwickler bestellt; der Wirkungskreis ist nicht beschränkt.

Am 31.10.2012 machte die Gesellschaft ihre Auflösung im elektronischen Bundesanzeiger nochmals bekannt und forderte ihre Gläubiger auf, sich zu melden. Das sich anschließende Sperrjahr endete mit Ablauf des 31.12.2013, da der offizielle Beginn des Sperrjahres von der Verwaltung auf den 01.01.2013 gelegt worden ist. Innerhalb des Sperrjahres hat sich kein neuer Gläubiger gemeldet. Die operativen Tätigkeiten der Gesellschaft sind endgültig beendet und das Betriebsvermögen ist vollständig veräußert.

Vor diesem Hintergrund soll das Liquidationsverfahren abgeschlossen werden und der Abwicklungsüberschuss in Höhe von insgesamt EUR 1.171.200,00, somit
EUR 4,88 je auf den Inhaber lautende Aktie im Nennbetrag zu DM 50,00
der Altenburger und Stralsunder Spielkarten-Fabriken
Aktiengesellschaft, ASS in Abwicklung an die Aktionäre ausgezahlt werden.

Die Auszahlung des Abwicklungsüberschusses erfolgte gegen Vorlage des Dividendenscheines Nr. 2. Aktien ohne Coupon Nummer 2 oder ganz ohne Coupons haben keinen Anspruch auf den Abwicklungsüberschuss.
 


ASS an der Börse: Derzeitiges Grundkapital: DM 12 Mio - Stand 2006
Inhaberstammaktien, WP-Kenn-Nr. 767800 voll an der Börse zugelassen und eingeführt

Notiert: amtlich in Hamburg und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Frankfurt/Main und Berlin. Notiert seit 1951
Seit 16.11.1992 Stücknotiz zu DM 50,-
seit 30.6.1969 Stücknotiz zu DM 100,- vorher Prozentnotiz

Inhalt und Seitengestaltung © Joachim Hahn