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Infoticker 2017 - aktuelle Informationen zum Sammelgebiet DM-Aktien

Nur zum persönlichen, privaten Gebrauch. Kopieren, Vervielfältigen, Weitergabe und kommerzielle Verwendung sind nicht gestattet.

Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen ohne jegliche Gewähr. Bei verändertem Informationsstand werden ggf. Korrekturen vorgenommen. Für konstruktive Hinweise (bitte per Email oder Telefon) bedanke ich mich.

Die Chronologie geht von unten nach oben. Der erste Eintrag des Jahres steht ganz unten, der jeweils neueste ganz oben.

 

Data Modul Aktiengesellschaft, München
Der langjährige Großaktionär Arrow Central Europe Holding Munich GmbH beabsichtigt den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Das wurde am 11.4.2017 offiziell bekannt gegeben, war aber schon einige Zeit vorher in Insiderkreisen bekannt. Der Kurs steigt seit einem Jahr, insbesondere seit Ende Februar 2017 und erreicht aktuell fast 73,00 EUR.
Wer noch  > gültige Stücke  hat, insbesondere auch 10-er kann sich eine Einlösung überlegen, denn die Aktien sind bereits seit längerer Zeit auch auch als "entwertete" auf den Markt.

 

 

Frosta Aktiengesellschaft, Bremerhaven
Ein ebenfalls beeindruckendes Kursniveau hat inzwischen die Aktie der Frosta AG erreicht. Rund 63,00 EUR beträgt der aktuelle Kurs für eine Aktie mit 5 DM Nennwert und das könnte noch ein wenig so weiter gehen, denn die Geschäfte laufen prächtig. Wer auch hier  > gültige Stücke  hat, kann sich ebenfalls eine Einlösung überlegen, denn eine Kraftloserklärung der Papiere ist im Grunde nur eine Frage der Zeit. Meines Wissens gibt es 1-er, 10-er und 100-er Stückelungen (ohne Gewähr)

 

 

Energieversorgung Südsachsen AG, Chemnitz
Nach der deutschen Wiedervereinigung erfolgte 1990 in Ostdeutschland eine Umwandlung der Energiekombinate in Aktiengesellschaften. So entstand auch die Energieversorgung Südsachsen AG in Chemnitz als Tochter der EVS AG aus Baden Württemberg (Vorgängerin der ENBW), welche die Assets und Infrastruktur von der Treuhand erworben hatte.
Später entstand dann die "enviaM AG" aus zwei Fusionen. Im Mai 1999 verschmolzen ESSAG, EVS AG und WESAG zur envia Energie Sachsen Brandenburg AG. Sitz wurde Chemnitz. enviaM entstand im August 2002 aus einer Fusion der envia Energie Sachsen Brandenburg AG und der MEAG.
Aktien der Energieversorgung Südsachsen gab es nur für kurze Zeit. Sie sind nur aus dem Jahr 1995 in 5 Nennwerten bekannt. Gelaufene (nummerierte) Papiere kennt der Sammlermarkt bis heute nicht.
 > Hier ein Probedruck (100.000 DM Nennwert) aus dem Druckereiarchiv, hergestellt von Giesecke & Devrient als Guillochendruck mit Trockensiegel und der für diese Druckmuster typischen vollflächigen Giesecke Bedruckung auf der Rückseite
.

 

 

Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft, Berlin und München
Von den großen Nennwerten der Allianz  über je eine halbe Million DM hatte ich eine ganze Reihe sehr seltener bis extrem seltener Stücke, gelaufene teils ungelocht, manche sogar unentwertet aber auch Blankodrucke aus dem Druckereiarchiv.
Die meisten der Stücke sind seit langem weg und liegen in festen Sammlungen, die letzten sind inzwischen auch ausverkauft.
Wem solche Stücke noch fehlen empfehle ich dringend zuzugreifen falls entsprechendes Material angeboten wird.
Es ist derzeit nicht einzuschätzen wie sich die Nachschubsituation entwickeln wird. Am ehesten besteht die Chance bei der Auflösung einer Sammlung - aber wann?
Hier nochmals ein paar Beispiel-Bilder. Es handelt sich um die Emission  > von 1974,
vom > Januar 1983  und die Ausgabe > Januar 1985.

 

 

Kammgarnspinnerei Stöhr, Wuppertal - Stöhr AG, Mönchengladbach
Durch den Kursverfall der Stöhr Aktien kamen zuletzt zahlreiche Angebote durch Auslieferungen auf den Markt. Allerdings gibt es von Stöhr mind. 5 Jahrgänge die nicht alle verfügbar sind. Man darf gespannt sein was hier die Zukunft bringt und wann es gelingt die fehlenden Jahrgänge anzubieten. Es gibt folgende Emissionen (bei den 1984 und 1986 ist es nicht zu 100% sicher bei den Nennwerten)

  • Kammgarnspinnerei Stöhr, Wuppertal - 7/1952 = 100 DM (reichlich im Markt verfügbar) und 1000 DM (im Markt verfügbar)

  • Kammgarnspinnerei Stöhr, Wuppertal - 6/1969 = 50 DM (reichlich im Markt verfügbar)

  • Stöhr AG, Mönchengladbach - 12/1984 = 50, 100 und 1000 DM (bislang nicht im Markt verfügbar)

  • Stöhr AG, Mönchengladbach - 7/1986 = 50, 100 und 1000 DM (bislang nicht im Markt verfügbar)

  • Stöhr AG, Mönchengladbach - 9/1991 = 50, 1000 (im Markt verfügbar), 50.000 DM

Wer andere oder zusätzliche Werte kennt einfach per Mail Bescheid geben, dann werde ich die Liste ergänzen. Auf Bilder verzichte ich an dieser Stelle, da es derzeit zahlreiche Angebote im Sammlermarkt gibt.
Die Couponbögen aller Papiere sind Neudrucke, beginnen erst bei der Nr. 53 und wurden alle von Giesecke & Devrient gedruckt, auch die bei den alten Emissionen dabei sind.

Nachtrag: 1994 gab es nochmals eine letzte Kapitalerhöhung. Möglicherweise auch mit zusätzlichen gedruckten Aktien. Aber darüber gibt es bislang keine gesicherten Informationen.
 

 

Honsel-Werke AG, Meschede
Honsel firmiert heute als Martinrea Honsel Germany GmbH und ist ein Fahrzeug-Zulieferer für Leichtmetallkomponenten. Das Unternehmen entwickelt und produziert Erzeugnisse aus Aluminium und Magnesium in allen gängigen Fertigungsverfahren des Gießens, Strangpressens und Walzens für Motor, Getriebe, Fahrwerk und Karosserie von PKW und Nutzfahrzeugen.
Fritz Honsel gründete bereits 1908 in Werdohl die Firma Aluminium Werke Gebr. Honsel zur Fertigung von Essbestecken aus Aluminium. Es war das erste Unternehmen, das Aluminium wieder einschmelzen konnte. Im Jahr 1911 siedelte er nach Versevoerde über, gleichzeitig entstand eine Fabrik in Werdohl-Eveking. Es wurde mit der Herstellung von Aluminium-Kokillenguss begonnen.
Ab 1999 waren Finanzinvestoren bei Honsel am Werk und nach turbulenten Jahren mußte man im Oktober 2010 Insolvenz anmelden. Im Juli 2011 wurde die Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Danach übernahm die Martinrea Honsel Germany GmbH die Standorte Meschede, Soest und Nuttlar.
DM-Aktien mit der Firmierung Honsel-Werke AG gelten als sehr selten. Es gibt 5 Emissionen von 1960 bis 1989. Im Sammlermarkt sind nur wenige Stücke bekannt und die raren Papiere fehlen in den meisten Sammlungen.
Im Shop sind gelegentlich Honsel-Aktien verfügbar. Geben Sie dort in die Suche "Honsel" ein.
Hier Bilder der Aktien  > 10.000 DM von 1972 und  > 2500 DM von 1989

 

 

PWA Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg
Hier nun die Bilder der beiden restlichen Emissionen die erstmals als "Gelaufene" im Markt aufgetaucht sind:

> Aktie 20 x 50 DM 1970  und  > Aktie 50 x 50 DM 1990

 

 

Integral Datentechnik Aktiengesellschaft, Kaiserslautern
Die unten vorgestellte 50 DM Aktie ist jetzt auch  > im Shopangebot verfügbar.
Die Sammler unter meinen Stammkunden erhielten vorab ein entsprechendes Angebot.
Die größeren Nennwerte 20 x 50 und 50 x 50 kann ich aktuell leider nicht anbieten.

 

 

PWA Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg
In jeder Sammlung befindet sich zumindest die 50 DM Aktie des Jahres 1986, meist aber auch nicht mehr. Tatsächlich gab es zahlreiche weitere Ausgabejahre: 1970, 1974, 1986, 1988 und 1990, möglicherweise noch weitere, jedoch war 1970 definitiv der erste und 1990 ziemlich sicher der letzte Jahrgang. Bislang waren praktisch nur Blankopapiere bekannt, Nennwerte 1x50, 2x50, 20x50 und 50x50. Von der 1988-er ist sogar ein Nennwert mit einer Million bekannt (20.000 x 50).
Die 1970-er (erster Jahrgang) heißen in der offiziellen Firmierung noch "Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg AG", danach "PWA Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg AG".
Erst jetzt, im Jahr 2017, sind meines Wissens erstmalig gelaufene Papiere der PWA aufgetaucht. Es sind 4 verschiedene Stücke die ich vorstellen kann. Bekannte Marktmenge nach aktuellem Stand 2017: jeweils R 10 (3 Stücke)
Hier die ersten beiden als gelaufene (nummerierte):
  > Aktie 50 DM 1974  und  > Aktie 100 DM 1974
Zwei weitere Bildvorstellungen folgen. Leider sind aktuell keine dieser Papiere mehr verfügbar.  
 

 

 

Integral Datentechnik Aktiengesellschaft, Kaiserslautern
1992 Gründung der integral datentechnik SoftAS GmbH und Gründung der integral systemtechnik GmbH. Mehrheitsgesellschafter der beiden Schwesterunternehmen ist die
integral datentechnik AG, Kaiserslautern.
Entwicklung, Vertrieb und Projektrealisierung der Business-Software INDIOS (ERP-Software) bildeten das Kerngeschäft beider Unternehmen. Erste Projekte mit integrierter Warenwirtschaft und FIBU gehen unter Unix-Betriebssystemen in Echtbetrieb.
1994 Verschmelzung der integral datentechnik SoftAS GmbH in die integral systemtechnik
GmbH. Die AG musste 1995 Konkurs anmelden, nachdem es nicht gelungen war ein markttaugliches Nachfolgeprodukt für INDIOS zu entwickeln. Für das Problem war vor allem ein Ereignis verantwortlich: Interne Streitigkeiten mit Vorstandschef Hans- Joachim Neuberger hatten Anfang 1992 dazu geführt, dass Chefentwickler Werner Ernst das Unternehmen verließ - und mit ihm mehrere Mitarbeiter der oberen Fuehrungsebene.
Die Integral Systemtechnik wird von der informatik & service GmbH (isM) übernommen, die Indios Kunden auf das System proAlpha umgestellt. Der verbliebene operative Bereich der Integral Datentechnik wird von der PSIpenta Software Systems, einer Tochter der börsennotierten PSI AG übernommen.
Es gibt nur den Gründerjahrgang 1990. Es sind 3 Nennwerte im Sammlermarkt bekannt. Hier die  > 50 DM Aktie.  Typisches Druckbild der 1990-er Jahre, hergestellt bei Giesecke & Devrient in München. Die Aktien sind nicht entwertet,  > der Couponbogen ab Nr. 4 ist bei gelaufenen Stücken in der Regel vorhanden..
 

 

 

Lohmann die Zweite: Lohmann & Co. Aktiengesellschaft, Rechterfeld
Hinter den Namen Lohmann & Co. verbirgt sich Deutschlands größter Betrieb für Geflügelzucht und Verarbeitung und eines der größten Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie.
Die bekanntesten Marken sind hierbei "Wiesenhof" (Hühnchenprodukte) und "Bruzzler" (Geflügelbratwurst, bekannt durch die Werbung mit Oliver Kahn).
Wer sich für die Geschichte interessiert findet bei  > Wikipedia und auf der 
 > Firmenhomepage umfangreiche Informationen.
Weniger umfangreich ist die Auflistung der bekannten Aktien: Es gibt im Sammlermarkt ein einziges Papier,  > Aktie 50 x 50 DM des Jahrgangs 1992, Marktverfügbarkeit R 9 (2017).  > Coupons gib es auch dazu.
 

 

Lohmann-Partner Aktiengesellschaft, Neuwied
Mit dem Namen Lohmann gibt es für den Sammlerbereich gleich drei verschieden Aktiengesellschaften, die außer dem Namen Lohmann keine Gemeinsamkeiten haben.
Die Lohmann-Partner AG aus Neuwied ist in Ihrem Stammgebiet auch ein direkter Konkurrent zur Paul Hartmann AG im Bereich medizinischer Produkte wie Watte, Pflaster, Binden etc., produziert aber auch viele verwandte Produkte für den nicht medizinischen Bereich für Industrie- und Konsumgüter.
Die einzige bekannte Aktie (1992) weist erst auf den zweiten Blick Unterschiede zu sonstigen Drucken auf. Einfaches, weißes 120 Gramm Papier, kein Wasserzeichen, kein Trockensiegel, kein Guillochendruck, kein Hinweis auf die Druckerei.
Noch etwas mehr Infos zur Firma und zur Aktie gibt es beim  > Artikel im Shop.




Verseidag Aktiengesellschaft, Krefeld
Die heutige Verseidag-Indutex GmbH hat sich mit vier Geschäftsbereichen auf die Entwicklung, Fertigung und Verarbeitung von hochmodernen high-tech Textilien spezialisiert und ist einer der weltweiten Marktführer für industriell eingesetzte beschichtete Gewebe.

Der Börsengang erfolgte erst im Jahr 1986 und nur aus diesem Jahr ist eine gedruckte Aktie in 3 Nennwerten als Blankodruck bekannt. Gelaufene Papiere kennt der Sammlermarkt bislang nicht, es ist davon auszugehen das diese vernichtet wurden. Die Börsennotiz wurde vor einigen Jahren eingestellt.
Hier die Bilder:  > 50 DM,   > 2 x 50 DM  und  > 20 x 50 DM.

 

 

Mannheimer Versicherungsgesellschaft
Aus der DM Zeit gibt es ab 1958 zahlreiche Emissionen (ca. 20 incl. Umfirmierung) an Namensaktien. Wenige als gelaufene, die meisten als Blankodrucke aus dem Druckereiarchiv. Später erfolgte die Namensänderung in Mannheimer Versicherung Aktiengesellschaft, die Aktien blieben optisch aber weitgehend unverändert. Der letzte gedruckte Jahrgang stammt aus dem Jahr 1993. Alle Stücke sind selten, kaum eine Emission dürfte häufiger als R 9 sein.
Eine Besonderheit stellt die unentwertete RM-Aktie des Jahres 1934 dar, die bis zum Neudruck der ersten DM-Aktien im Jahr 1958 verwendet wurde. Hier  > das Bild dazu (nicht vom Barov Loch irritieren lassen, das ist nur ein Bildbeispiel).
Und hier zwei weitere Bildbeispiele: Die letzte Aktie des Jahres  > 1993 und die erste DM-Aktie des Jahres  > 1958.

 

 

Kalka Aktiengesellschaft Beteiligungen-Wohnungsbau, Essen
Kalka wurde 1972 in Essen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft gegründet und war bis 1981 im dortigen Handelsregister eingetragen. Weitere Firmeninfos gibt es bei den Aktien im Shop (soweit verfügbar).
Gedruckte Aktien gibt es nur als Probedrucke aus dem Jahr 1972 (1000 DM Stämme) und 1975 (1000 DM Stämme und Vorzüge). Andere Nennwerte oder gelaufene (nummerierte) Papiere sind im Sammlermarkt nicht bekannt und verfügbar.
In der 103. FHW wurde eine Stammaktie von 1972 versteigert. Bei meiner Recherche zu den div. Emissionen hat sich nun herausgestellt, dass der glückliche Käufer möglicherweise ein Einzelstück erworben hat. Zumindest scheint im Sammlermarkt derzeit kein weiteres dieser 1972-er Papiere zu existieren. Glückwunsch zu diesem Kauf, der im Nachhinein betrachtet ein absolutes Sonderangebot war.
Nicht ganz so rar, aber noch immer im Bereich R 10 (4-5 Stücke, 2017) bewegt sich die 1975-er Ausgabe. Hier die  > Stammaktie und hier die > Vorzugsaktie die zudem noch den herrlichen alten  > 10-er Couponbogen aufweist.




Wolldeckenfabrik Weil der Stadt AG
Ein wenig zur Firmengeschichte gibt es zunächst mal > hierBereits im Oktober 1998 wurde die Börsennotiz eingestellt. Nur wenige Jahre zuvor notierte die Aktie um die 200 DM (pro 50 DM Nennwert). Die Informationen über die tatsächliche Verfassung der Firma drangen spät und spärlich an die Öffentlichkeit. In den letzten 2-3 Wochen ihres Börsendaseins kostete die Aktie immer noch zwischen 2 und 3 DM, erreichte nie Pennystockniveau.
Eine 1000-er Aktie (20 x 50 DM Nennwert) hatte also bis zuletzt immer noch mind. 40,00 DM bis 60,00 DM gekostet. Das endgültige aus am Börsenplatz Stuttgart kam dann sehr schnell, quasi über Nacht und für viele somit sehr überraschend.
Schon als der Kurs die 20,00 DM Marke unterschritten hatte gab es die ersten Auslieferungen, der Sammlermarkt kennt die Nennwerte 50 und 200 DM daher schon seit vielen Jahren. Aber es hat bis Januar 2017 gedauert, also mehr als 18 Jahre, bis die ersten 1000-er Aktien aus einer alten Auslieferung aufgetaucht sind. Viele hatten die Hoffnung schon aufgegeben, ich selbst habe jahrelang versucht Altaktionäre zu finden um deren Aktien zu kaufen.
Es gibt die Jahrgänge 1956 (200 + 1000), 1966 (200 + 1000), 1976 (50 + 1000, 200 unklar), 1985 (50 + 1000, 200 unklar).
Und hier nun die Bilder der  > 1000 DM von 1966  und  > 1000 DM von 1976.  Auf die Coupons habe ich verzichtet, es sind die neuen 20-er Blätter ab Nr. 35-50.




Kunden-Kredit-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Mainz
Die Kunden-Kredit-Gesellschaft in Mainz - kurz KKG - war ein regionales Kreditinstitut in Rheinland Pfalz das auf Kreditfinanzierungen für gewerbliche Kunden spezialisiert war.
Mitte der 1970-er Jahre war die WKV Kredit-Bank GmbH aus Nürnberg beherrschender Aktionär mit rund 99 Prozent der Aktien in ihrem Besitz. Eine öffentliche Börsennotiz gab es daher nicht.
Die Aktien aus der DM-Zeit der KKG gelten als selten (jeweils R 9).  Fünf Jahrgänge ab 1965 bis 1973 sind im Sammlermarkt bekannt die bislang nicht katalogisiert sind (Stand 2017). Gelaufene (nummerierte) Stücke existieren nicht.
Hier die Gründeremission von 1965, > 100 DM -  und > 500 DM.  Hergestellt von Giesecke & Devrient als Guillochendruck mit Trockensiegel und der für diese Blankoversion typischen vollflächigen Giesecke Bedruckung auf der Rückseite. Kleine Lochungen zur Entwertung.



Martini & Rossi Aktiengesellschaft, Bad Kreuznach
Martini & Rossi wurde hauptsächlich durch den unter der Handelsmarke "Martini" produzierten Wermut weltbekannt.
Die deutsche Tochtergesellschaft firmierte von 1964 bis 1994 30 Jahre als AG. Von 1964 bis 1973 gab es insgesamt 7 Emissionen an gedruckten Aktien, die allerdings nie öffentlich gehandelt wurden.
Im Sammlermarkt bekannt sind nur die seltenen Probedrucke aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Bislang ist bis auf einen Jahrgang (1964) keines der Papiere katalogisiert. (Stand 2017).  > Hier im Bild eine 1000-er des letzten Jahrgangs 1973 und  > der Couponbogen dazu.

 

 

Victoria Lebens-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft, Berlin
Von 1899 bis zum Ersten Weltkrieg war die Victoria die größte deutsche Versicherung und das zweitgrößte europäische Assekuranzunternehmen.
1997 wurde die ERGO Versicherungsgruppe gegründet. In Ihr vereinten sich die spätere Victoria Holding, Hamburg-Mannheimer, DKV, DAS und Karstadt-Quelle Versicherungen. Ergo ist zu diesem Zeitpunkt 99,5% Eigentümer der Victoria.
DM-Aktien der Victoria Leben gibt es von 1957 bis 1985. Die alten Jahrgänge bis 1974  > wie hier nur als sehr seltene Blankodrucke  aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Toperhaltung, kleine Lochungen zur Entwertung. Rückseitig kleiner Stempel oder der typische G&D Druck. Und hier noch der  > Couponbogen dazu.

 

 

Matheus Müller Kommandit-Gesellschaft auf Aktien, Eltville am Rhein
Im Jahr 2002 übernimmt die Sektkellerei Rotkäppchen (früher die bekannteste Sektmarke der DDR) die Matheus Müller Sektkellereien. Müller bleibt eigenständig als GmbH bestehen, die Marke MM besteht weiterhin erfolgreich im Markt.
Aktien von Müller sind sehr selten. Es sind im Sammlermarkt nur die Jahrgänge 1958 und 1960 bekannt, jeweils im Nennwert 600 DM meist als Blankodrucke, von 1958 wenige "gelaufene". Hier ein sehr > seltener Probedruck  aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient.  > Coupons gibt es auch dazu.

 

 

Sparta Beteiligungen Aktiengesellschaft, Hamburg
Die Sparta Beteiligungen AG wurde 1995 gegründet. Sie ist eine an der Frankfurter Börse notierte Beteiligungsgesellschaft, die primär in deutsche Wertpapiere investiert. In den ersten Jahren war man etwas spekulativer und auch am Neuen Markt aktiv, das heutige Portfolio ist aber eher konservativ und auf das primäre Ziel "langfristiger Kapitalerhalt" ausgerichtet.
Aktien von Sparta sind sehr selten. Es gibt im Sammlermarkt nur den Jahrgang 1998, den kleinsten Nennwert davon auch als gelaufenes (nummeriertes) Papier, vermutlich aus einer früheren Auslieferung.
Die bekannten Nennwerte sind  > 10 DM,    > 100 DM,    und   > 1000 DM  >

 

 

Dresdner Fuhrwesengesellschaft AG, Dresden
Gründungsjahr 1895 - in diesem Jahr schlossen sich die ehemaligem Firmen: Dresdner Fuhrwesen Oswald Hofmann, Dresdner Beerdigungsanstalt "Pietät" und Dresdner Beerdigungsanstalt "Heimkehr" zum neuen Unternehmen "Dresdner Fuhrwesengesellschaft" als Aktiengesellschaft zusammen.
 Nach 1990 wurde die Firma reaktiviert, 1993 wurden > diese neuen Aktien ausgegeben. Später ist die AG mit Firmensitz Riesa als Immobiliengesellschaft tätig. Das operative Umzugsgeschäft in Dresden wird bis heute von der Dresdner Fuhrwesengesellschaft UG fortgeführt.
Zur Aktie gibt es auch einen Couponbogen mit "alten"  > großen 10-er Coupons.

 


STO Aktiengesellschaft, Stühlingen, Schwarzwald
Heute (2015) firmiert STO als europäische Aktiengesellschaft unter dem Namen STO SE & CO. KGAA. Börsennotiert sind weiterhin nur die Vorzugsaktien.
Bis heute sind keine gelaufenen (nummerierten) Aktien von STO bekannt.  > Hier ein sehr seltener Probedruck aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient. Guillochendruck, unbeschädigtes Trockensiegel, kleine Lochungen und das typische rückseitig bedruckte Papier von Giesecke & Devrient kennzeichnen diese raren Aktien.
> Einen Couponbogen gibt es ebenfalls.

 

 

Hugo Stinnes - Stinnes Aktiengesellschaft, Mühlheim - Ruhr
Papiere der alten Hugo Stinnes AG gibt es aus dem  > Jahr 1961 (nummeriert)   und als  > Blankopapiere ohne Datum.
Die Emission des  > Jahres 1988  trägt nur noch den neuen kurzen Namen "Stinnes". Beide Jahrgänge kennt der Sammlermarkt nur in den beiden Nennwerten 100 DM und 1000 DM.
2008 wurde die Stinnes AG in DB Mobility Logistics AG umbenannt und dient nun im Zuge der geplanten Teilprivatisierung der Deutschen Bahn als Holding-Gesellschaft für die Transport-, Logistik- und Dienstleistungsunternehmen des DB-Konzerns.


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2016 - Vers. 2.02